Nachrichten von der Insel La Palma.
Informationen und Fama* von der Insel         *)Fama, die römische Gottheit des Ruhms und der Gerüchte

-->>
Blog Einträge bis 31.12.2023


Blog.
Projekt LP-2 El Remo - Fuencaliente
Projekt LP-2 El Remo - Fuencaliente
01-Mar-24

Das Projekt einer Straßenverbindung von El Remo nach La Zamora und Fuencaliente wurde ausgeschrieben. Die Projektierungskosten belaufen sich auf 732.000 Euro, der Bau dieser Straße mit rund 3,6 km, die praktisch ganz in einem Tunnel verlaufen wird, schlägt sicher dann mit einigen Millionen Euro zu Buche.
Der Vertrag für die Ausarbeitung des Projektes ging offensichtlich an die Firmen TECAMAC und Tekia Ingenieros.

Von wichtigen Entscheiden
Von wichtigen Entscheiden
28-Feb-24

Heute muss ich etwas weiter ausholen. Wichtige Veränderungen verdienen etwas mehr Text und so beginne ich im Jahr 1989.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich eine große Entscheidung treffen muss. Die Erste fiel mit 28 Jahren, als ich damals meine gesicherte Stelle als Laborleiter im Schweizerischen Roten Kreuz verliess und in den Aussendienst von Abbott Diagnostics Schweiz wechselte.

Zurückblickend war es der richtige Entscheid im richtigen Moment.

Beim neuen Arbeitgeber entwickelte ich mich prächtig, wechselte vom Aussendienst als Product Manager in das Marketing, wurde im Anschluss Verkaufsleiter und später – nachdem ich an den vorgehenden Positionen erfolgreich war, mit jungen 38 Jahren Geschäftsführer Schweiz. Führte ein Unternehmen als CEO und war in weiteren Tochterunternehmen im Aufsichtsrat tätig. Die Umsatzverantwortung lag plötzlich mit direkten und indirekten Mandaten in schwindelerregender Höhe und die Arbeitswochen waren entsprechend ausgelastet. In diesen Verantwortungen lernte ich sehr viel und ich hatte entsprechend Spaß an der Arbeit.

Der nächste große Entscheid war, als ich mit 45 Jahren entschied, erneut einen neuen Abschnitt einzuleiten. Ich kündigte meine Stelle mit der Begründung, auf La Palma ein Sabbatical zu machen. Entgegen einem normalen Sabbatical war mir aber sehr klar, dass es kein Zurück gab. Die Sabbatical Erklärung war eher an die gerichtet, die erneut mein Entscheid mit Kopfschütteln aufnahmen, meinen Werdegang als Glanzkarriere empfanden und nicht verstehen konnten, wie man diese prestigegeladene und finanziell sehr lukrative Position einfach aufgeben konnte.

Zurückblickend war es der richtige Entscheid im richtigen Moment.

Das «Sabbatical» wurde zur Neuorientierung. Nach einigen Monaten des Nichtstuns und Batterien aufladen, beschloss ich, mein Hobby zum Beruf zu machen und auf La Palma zusammen mit dem Spanischen Fluglehrer Javier López Redondo im Palmaclub einen GuideService für Gleitschirmpiloten anzubieten. «Primus inter pares» war aber nicht mein Konzept und so reiste ich wieder in die Schweiz, drückte die Schulbank und trainierte sehr viel mit dem Gleitschirm, um mich auf die nicht einfache Fluglehrerprüfung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt Schweiz (BAZL) vorzubereiten. Am 25. Juli 2007 bestand ich die erste Prüfung, erwarb den kommerziellen Tandemschein und am 1. August 2007 hatte ich alle weiteren Prüfungen zum Fluglehrer BAZL / SHV in der Tasche.
Im darauffolgenden Jahr reiste ich noch nach Deutschland, drückte wieder die Schulbank und erwarb auch die Ausbildungserlaubnis für Deutschland und Österreich. Nun gut vorbereitet, begann ein neuer Beruf.

Seitdem sind 17 Jahre vergangen, ich publizierte 3 Bücher zum Thema Wetter und Gleitschirmfliegen, übersetzte eines auf Englisch, ein anders auf Spanisch und gab in 14 Wintersaisons mein angeeignetes, in der Zwischenzeit profundes Wissen über die Meteorologie auf der Insel La Palma und Meteorologie generell in weit über 2.000 Wetterbriefings und Ausbildungslektionen an Gleitschirmpiloten weiter. Damit sorgte ich auch für ein sicheres Flugvergnügen auf La Palma. Die Unfallzahlen gingen deutlich zurück und unsere Flugschule, Palmaclub Aventura, wurde international als sehr seriöse und professionelle Gleitschirmflugschule bekannt. Bis heute ist Palmaclub Aventura auch die einzige Flugschule die das Label «SHV-Geprüft» ausserhalb der Schweiz trägt.

Die gute Arbeit sprach sich herum und wir verzeichneten in den darauffolgenden Jahren ein stetiges, gesundes Wachstum.

Der erste Tiefschlag kam am 6. Februar 2019, als uns die Guardia Civil beim Hochfahren von Gleitschirmpiloten zum Startplatz auf einer Nebenstraße aufwartete und uns für Fahrten ohne Transportgenehmigung eine Buße von € 4.001 aufbrummte. Die neu vom Staat gewünschte Transportgenehmigung bekam man aber nach Gesetz nur mit einem Auto, das weniger als zwei Jahre alt war. Unsere Nissan Patrol und Landrover Defender taten die schwere Arbeit, über die Piste zum Campanarios hochzufahren, zwar tadellos, waren aber alle weit über 10-Jährig. Also blieb uns nur in den sauren Apfel zu beissen und einen Bus mit Allradantrieb und entsprechenden Verstärkungen anzuschaffen. Eine Investition von fast € 40.000 war für unseren kleinen Betrieb eine große Sache. Eine andere Wahl wurde uns aber nicht gelassen, ausser die Flugschule zu schliessen. Wir haben diese Ausgabe dann aber aufgrund der doch guten Zukunftsaussichten getätigt. Das neue Auto wurde im Herbst 2019 geliefert und in der Wintersaison gleich in Betrieb genommen. Wir arbeiteten bis am 9. März 2020 da war einmal mehr Saisonschluss und ich wusste noch nicht, dass wir keine Woche später in einem harten COVID Lockdown aufwachten. Man konnte auf La Palma für Wochen kaum aus dem Haus, nur zum Einkaufen.
Im späten Herbst 2020 nahmen wir unsere Arbeit in der Flugschule wieder auf. Die immer noch geltenden Auflagen mit Masken und Test für das Reisen zeigten jedoch ihre Wirkung. Es kamen deutlich weniger Gleitschirmpiloten nach La Palma und wir mussten die Wintersaison bereits Mitte Januar 2021, nach nicht einmal drei Monaten, abschliessen, noch nicht wissend, dass wir damit vor nunmehr mehr als 3 Jahren die letzten Kunden in unserem GuideService verabschiedeten.

Das Jahr blieb schicksalsreich. Am Sonntag 19. September 2021 um 15:11 h begann die längste Vulkaneruption in der Historie von La Palma. Der Vulkan Tajogaite brach nur drei Kilometer südlich meines Hauses aus, wütete 85 Tage lang, stiess dabei über 230 Millionen m³ Lava aus, vernichtete über 2.300 Häuser, ganze Ortschaften und führte zu der Evakuation von 7.000 Personen. Seitdem ist alles anders.

Gegen Ende November 2021, also noch während laufender Vulkaneruption, wurden in Puerto Naos zum ersten Mal erhöhte Kohlendioxidwerte (CO
) gemessen. Dies eher per Zufall, denn die Techniker der dort installierten Entsalzungsanlage verfügten über entsprechende Messgeräte. Die Ausgasungen verschlimmerten sich in der ersten Phase deutlich. An einigen Stellen, vor allem in Tiefgaragen, wurden letale Konzentrationen von über 200.000 ppm gemessen.

Bis heute halten die Herausforderungen an. Obschon Puerto Naos in der Zwischenzeit mit über 1.000 CO
Messgeräten zu einem am besten überwachten Orte der Welt gehört, konnte man weite Teile des Ortes immer noch nicht freigeben. Eine Zutrittsbewilligung mittels QR-Codes wurde zuerst für Anwohner, dann im Januar 2024 mit der Zugangsberechtigung zum Strand auch für einen weiteren Personenkreis ermöglicht.

Ende 2023 keimte die Hoffnung auf, dass auch für Gleitschirmpiloten eine Lösung gefunden wird. Wenn der Strand geöffnet werden kann, dann auch der daneben liegende Landeplatz, denn dort wurden auch keine bedenklichen CO
Konzentrationen gemessen. Sowohl der Inselpräsident als auch die Inselrätin der Notfallorganisation äusserten sich im Dezember 2023 bei einer persönlichen Begegnung sehr positiv. Puerto Naos war nun 24/7 überwacht, die Feuerwehr ist von 8 h morgens bis 20 h abends im Ort. Wir waren deshalb sehr zuversichtlich mit der Strandöffnung im Januar 24 auch wieder landen zu dürfen. Ende Dezember 23 erneuerten wir die zerfetzten Windfahnen im Ort, um den nahen Neubeginn zu markieren und bereit zu sein, wenn wir die so wichtige positive Mitteilung in die Szene senden konnten, dass ein normaler Flugbetrieb bald wieder möglich sei. Wichtig, denn jetzt, am Jahresanfang, wird der nächste Urlaub geplant und la Palma ist aufgrund der Situation bei keiner Flugschule mehr auf der Urlaubsliste.

Es kam aber anders. Landen sei nun doch noch nicht möglich, wurde uns Anfang Januar 2024 mitgeteilt. Die Regierung wollte eine Sitzung mit der Gemeinde organisieren und man müsse mit den Landeigentümern sprechen. 30 lange Jahre war das nicht notwendig, aber nun ist alles anders.

Die Zeit vergeht, es ist Ende Februar. Die Sitzung fand noch nicht statt und Landen dürfen wir immer noch nicht in Puerto Naos. Im Gegenteil, in der Zwischenzeit wurde Ende Januar noch per NOTAM eine neue Flugverbotszone publiziert, eine die noch größer als die vorherige ist und wiederum ganz Puerto Naos miteinschließt. Sie gilt bis Ende Juni 24. Warum man sich dafür entschied, wissen wir noch nicht. Aber die Nachricht war dennoch deutlich und klar: Das Cabildo de La Palma ist organisatorisch noch nicht soweit, in nächster Zeit einen normalen Flugbetrieb für Gleitschirmpiloten zu ermöglichen.

Auch ich muss in die Zukunft schauen und ich habe den Februar genutzt, mir klarzuwerden, wie es mit mir weitergeht. Und nun wurde er getroffen, der neue wichtige Entscheid:
Da auch in der nächsten Saison mit grosser Wahrscheinlichkeit kein rentabler Flugbetrieb möglich ist und ich nicht ein viertes Jahr abwartend verbringen will, gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge in Pension. Nicht viel früher als geplant, denn die richtige Pension käme schon im Frühjahr 2026.

Das weinende Auge, weil ich die letzten Jahre nutzen wollte, mein Know-how weiter zu geben, das aber wegen den Folgen der Vulkaneruption nicht gelang, das lachende Auge, weil ich nun in der besten Zeit, nämlich im Winterhalbjahr, selber fliegen kann. Denn was die meisten Fluglehrer zu wenig machen können, ist selber zu fliegen.
Ich verstehe sehr wohl, dass dieser Entscheid mittelfristig dazu führen wird, dass sich der Gleitschirmtourismus auf La Palma nicht erholen wird, denn neben unseren direkten Kunden hat sich die gesamte Szene an unseren Informationen und Wetterprognosen orientiert, aber weder beim Gleitschirmfliegen noch bei Vulkaneruptionen kann man gegen die Natur arbeiten.
Die Zeit ist also reif, dass ich mich jetzt für mich schaue und ich werde diesen neuen Lebensabschnitt mit viel Freude, meinem Enthusiasmus und viel Genuss angehen. Der GuideService La Palma in der Form wie ihn viele Kunden kannten, ist also nun eine schöne Geschichte, an die vielleicht jemand in der Zukunft anknüpfen wird.

Es ist erneut ein richtiger Entscheid im richtigen Moment.

Ich möchte mich bei meinen Kunden bedanken. Viele Begegnungen wurden zu Freundschaften, die Sylvester Partys und die Käsefondues waren legendär, wir hatten viel Spaß, viel gelernt, ich von Euch und ihr von mir. Wir haben viel gelacht und viele werden sich an meine Funkansage «der Wind in Puerto Naos, Nordwest 10 bis 15 Kilometer» vielleicht auch mit etwas Wehmut erinnern.

Natürlich bedeutet das nicht das Ende von Palmaclub Aventura, Javier López Redondo wird das Tandemgeschäft sobald es wieder möglich ist weiterführen. Ob er in der Zukunft darüber hinaus weitere Dienstleistungen anbieten wird sich zeigen.

Euch allen weiterhin «happy landing» wo immer ihr auch flliegt!

Straßenöffnung
27-Feb-24

Die LP-2 von Tazacorte pueblo nach Puerto de Tazacorte welche seit drei Monaten wegen einem Felssturz gesperrt war soll heute für den Verkehr freigegeben werden.

Brisa und Regen
Brisa und Regen
27-Feb-24

Nun ist es endlich da, das Azorenhoch. Es hat sich aber mit Wucht und 1.040 hPa Kerndruck zurückgemeldet. Die Druckdifferenz zu den Kanaren ist mit 20 hPa sehr groß, was wiederum zu starkem Passatwind führt. Das bekommt man extrem in der Windschneise der Cumbre Nueva, welche über El Paso, Tacande und La Laguna zum Meer führt, zu spüren.
Diese Wetterlage führt auch zu völlig unterschiedlichem Wetter auf der kleinen Insel La Palma. Es regnet von Garafia über Barlovento, Sta. Cruz bis in den Südosten, in Puntagorda ist es bei blauem Himmel fast windstill und in El Paso fliegen die Fetzen mit Windböen bis zu 85 km/h.

Diese Wetterlage hält mit leichten Veränderungen noch bis zum Sonntag an.

Einbruch
Einbruch
24-Feb-24

Am frühen Morgen des letzten Mittwochs sind 3 Einbrechen in den Kiosk Teneguia in Tazacorte eingedrungen. Sie waren gar nicht zurückhaltend und haben die Registrierkasse mit einem großen Hammer solange bearbeitet bis diese aufsprang und sie die Geldkasetten entwenden konnten. Im Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert, sieht man sie auch Flaschen mit Alkohol aus dem Restaurant tragen. Der ganze Vandalenakt dauerte 5 Minuten.

Es scheint so, als ob die drei "Freunde" auch mit anderen Delikten in Verbindung gebracht werden. Die Guardia Civil wird nicht allzu lange suchen müssen.

Veranstaltung
Veranstaltung
23-Feb-24

Arte Diem lädt morgen zu einer Vernissage ein. Es werden Arbeiten zum Thema "Elemente" von Eta Friedrich und Reinhard Heim gezeigt. Ab 20:30h legt DJ Herzig auf.

Samstag 24.02.2024 ab 18.00h
In der Calle Nueva, im Carpe Diem, in Tazacorte, La Palma.

Wetter
Wetter
22-Feb-24

Die viel zu hohen Temperaturen scheinen bald zu Ende zu sein. Am kommenden Montag sinken diese und werden dann in der ganzen kommenden Woche unter dem langjährigen Durchschnitt zu liegen kommen. Für Los Llanos bedeutet das von derzeit 20°C auf ca. 16°C und in El Paso wird es mit ca. 14°C noch kühler. Die Nachttemperaturen können auch deutlich darunter liegen.

Der Grund liegt darin, dass sich endlich ein Azorenhoch installiert und auf seiner östlichen Seite maritime Kaltluft aus dem hohen Norden zu uns geführt wird. Das hat weitere Effekte: Der Passat wird stärker und es wird mehr Feuchtigkeit auf die Kanaren verfrachtet. Auf der Westseite stellt sich die für den Winter normale Stratuswolke auf ca. 1.000 m ein, im Nordosten kann es zeitweise etwas Regnen. Die tieferen Temperaturen halten bis mindestens 10. März an.

Trockenheit
Trockenheit
22-Feb-24

Wir bewegen uns in ganz neuen Gebieten der Meteorologie. Dieses Jahr war auf der ganzen Welt schon deutlich zu warm, wir hatten Calima mit nie dagewesener Länge im Januar und Februar und die Regenmengen sind rekordtief. Schon im letzten Jahr ist in der Gemeinde Tijarafe zweimal der Wasserspeicher leer gelaufen. Der Sommer kommt, die Reserven sind tief und man muss sicherstellen, dass das Wasser auch ausreicht.

Aufgrund dieser Tatsachen hat sich im Cabildo Runder Tisch über die Trockenheit besprochen. Ein erstes Ziel ist es, die verschiedenen Akteure im Bereich Wasserversorgung an den Tisch zu bringen. Denn immer noch ist ein großer Teil des Wassers in privaten Händen. Der Inselpräsident hat vor einigen Monaten einen Bericht in Auftrag gegeben. Diese liegt nun vor und listet alle zu berücksichtigenden Daten auf.
Immer noch zentral sind die hohen Wasserverluste über das marode Verteilsystem. Hier soll zuerst Hand angelegt werden. Dann soll die Mobilität verbessert werden, also die Möglichkeit Wasser besser in verschiedene Regionen zu leiten. Weiter wurden Verbesserungen am Tunnel Trasvase genannt.
All die baulichen Massnahmen werden aber den Sommer nicht retten, es dauert zu lange. Umso wichtiger ist es jetzt zu sorgen, dass bereits ein sparsamerer Umgang mit Wasser erreicht werden kann, denn es scheint, dass sich der ultra trockene Winter 2019/2020 wiederholen wird.

Verschiedenes
Verschiedenes
17-Feb-24

Meer
Das Meer ist heute extrem aufgewühlt. Die Wellen übersteigen in Tazacorte die Höhe der alten Hafenmauer. Rote Flagge heisst wie immer Schwimmen verboten. Aber auch mit der Kamera den Wellen nachlaufen - wie heute gesehen - ist nicht zu empfehlen.

Los Tilos
Das Cabildo meldet, dass die Arbeiten zum Wegräumen des Materials des Felssturzes beim Zugang nach Los Tilos gute Fortschritte macht und der Zugang bald einspurig mit Verkehrsampel eröffnet werden kann. Man spricht von Tagen, wir wissen aber, dass man solchen Angaben nicht wirklich vertrauen kann. Die definitive Entschärfung der Situation soll in Zukunft ein Tunnel bringen.

ALISIO-1
Heute wurden die ersten Infrarotbilder des Kanarischen Erdüberwachungs-Satelliten, ALISIO-1 veröffentlicht. Der Satellit wurde am 1. Dezember 2023 mit einer Falcon 9 Rakete ins All gebracht. Er überwacht die Erdoberfläche und kann wichtige Daten zur Bekämpfung von Naturkatastrophen wie Brände, Vulkanausbrüche und Überschwemmungen liefern. Mit der Kamera lassen sich aber auch Kulturpflanzen und deren Wachstum verfolgen und Schiffe die Öl im Atlantik ablassen haben auch weniger Chance ungeschoren davon zu kommen.

Geothermie
16-Feb-24

Spanienweit werden Projekte für CO reduzierte oder neutrale Energiegewinnung favorisiert. Geothermie, also die Gewinnung von Energie durch Erdwärme ist eines davon. Um die entsprechenden Machbarkeitsstudien zu finanzieren hat der Staat 120 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der größte Teil dieser Gelder fließt auf die Kanarischen Inseln, nämlich 106,6 Millionen. Dieses Geld wird auf den Kanaren in 11 Projekte investiert. Der größte Teil des Geldes wird auf La Palma in 6 Projekten aufgewendet. Die Summe dafür ist 48 Millionen Euro. Weiter gibt es auf Teneriffa 3 Projekte mit 43,2 Millionen Euro und eines auf Gran Canaria mit 15 Millionen.
Die Summe in der Pressemitteilung geht indessen nicht ganz auf aber die Größenordnung der angegebenen Investitionen wird wohl stimmen.

Es geht also nun in erster Linie um Machbarkeitsstudien. Diese dauern in der Regel einige Jahre. Erst danach wird entschieden, ob und wo solche Einrichtungen gebaut werden. In der Zwischenzeit werden wir also weiter auch in Wind- und Solarenergie investieren müssen.

Sperrzone
Sperrzone
13-Feb-24

Mit Dekret vom 1. Februar 2024 wurde die Sperrzone weiter verkleinert. Gebiete südlich von La Laguna, sowie um den Callejón de la Gata, wurden freigegeben. Interessanterweise wurde auch der Strand und der Parkplatz in Puerto Naos aus dem Sperrgebiet genommen, trotzdem wird der Zugang aber immer noch kontrolliert und ein QR Code muss gezeigt werden. Warum diese letzte Änderung vorgenommen wurde, ist nirgendwo erklärt worden.

Was zumindest bei mir immer noch Fragen aufwirft, das ist der unglaublich große Bereich nordöstlich des Vulkans der das ganze Llano de Jable einschließt. Entweder bestehen dort nie kommunizierte Gefahren, man bewertet den Bereich fälschlicherweise als touristisch nicht wertvoll oder was am schlimmsten wäre, es kümmert niemanden. Vielleicht gibt es aber auch Gründe, die ich nicht sehe.

Die jetzt gültige Sperrzone kann unter diesem Link angezeigt werden.

Verschiedenes
Verschiedenes
11-Feb-24

Negra Tomasa
Was an vielen Orten zu einem veritablen und sofortigen Shitstorm führen würde, ist auf La Palma Faschingstradition. La Negra Tomasa und viele Doppelgänger(innen), die von Männern gespielt werden, gehören am morgigen Día de los Indianos in Sta. Cruz zum Strassenbild. Blackfacing würden es viele nennen und in die Schublade der Rassendiskriminierung schmeissen. Diese Überlegungen macht man indessen auf La Palma nicht. Die Negra Tomasa gehört zum Fasching, hat ihre Geschichte und hier noch keine Kontroversen ausgelöst. Mal sehen was mit den Fotos auf Facebook passiert. Blackfacing wird seit 2020 nämlich gelöscht.

Puerto Naos
Der Präsident verkündete gestern, dass nun 30 Familien permanent in Puerto Naos leben würden. Doch die Problematik mit den zeitweise hohen CO
Werten ist nach wie vor nicht gebannt. In der vergangenen Woche wurden an einigen Messstationen im Erdgeschoss rasch auf 50.000 ppm ansteigende Werte gemessen. 50.000 ppm ist die Grenze dieser Messgeräte, man kann also nicht sagen, wie hoch der CO Gehalt wirklich war. Auch meine Messgeräte registrierten einen Peak, dieser lag aber immer unter 10.000 ppm. Auch die Radon Werte lagen dreimal über 300 Bq/m³, mit einem Höchstwert von 325 Bq/m³ aber nicht sehr problematisch.

Seit vielen Monaten sage ich, dass wir das Problem längerfristig nur mit forcierter Belüftung in den Griff bekommen können. Wir befinden uns aber noch in der ersten Phase der Problemlösung, dem installieren von Messgeräten und verstehen was passiert. Forciert belüften ist der nächste Schritt.

Feuer
Letzte Nacht konnte ein großes Feuer in Sta. Cruz de La Palma, im bekannten Restaurant Rincoón del Enano, im historischen Viertel an der Plaza Domingo, zum Glück am Ausbreiten gehindert und dann gelöscht werden.

Foto: eltime.es

Tajogaite
Tajogaite
10-Feb-24

Nachdem ich am 23. September 2021 am 4. Tag der Eruption im Blog schrieb "der Vulkan könnte den Namen Tajogaite erhalten, einen alten Flurnamen der Benahoaritas in der Zone" und das auch auf Twitter teilte, musste ich einige Kritik einstecken. Das Spektrum reichte von "du hast keine Ahnung" bis zu "das geht dich gar nichts an", einige erklärten mir was ich schon wusste, dass Tajogaite gespaltener Berg heisse, also Montaña Rajada und den gebe es ja schon.

Nun, ich schrieb ich im Konjunktiv, "könnte den Namen Tajogaite erhalten". Es war also mehr eine Feststellung als ein Vorschlag.

Doch nun, zweieinhalb Jahre später musste ich doch etwas schmunzeln, als das Cabildo de La Palma diese Woche abstimmte und den Vulkan offiziell nun Tajogaite nennt.

Wetter
Wetter
08-Feb-24

Die Nase trieft, die Augen brennen. Morgen geht eine extrem lange Phase mit Calima zu Ende. Bereits heute haben Cumulus Lenticularis, die Linsen- oder Föhnwolken angekündigt, dass in der Höhe Feuchtigkeit und viel Wind aufkommt. Der Föhn hat am Nachmittag bereits am alten Flughafen gewütet und ist später auch am Nordende der Piste 18 aufgetreten. Derzeit landen noch Flugzeuge, morgen wird das deutlich schwieriger.
Jeder Regen kündigt sich mit Lenticularis an sagt der Palmero. Morgen soll etwas Regen fallen meinen zwei Wettermodelle. Was sicher ist, der Calima wird im Tagesverlauf endlich weggeblasen.

NOTAM
NOTAM
07-Feb-24

Notam (Notice to Airmen) so heissen Mitteilungen welche an Piloten gerichtet sind.

So ein NOTAM wurde nun wieder für La Palma publiziert. Es verbietet allen Luftverkehrsteilnehmern eine große Zone um den Vulkan zu befliegen. Ende Dezember haben wir den Behörden einen Vorschlag gemacht welcher Puerto Naos wieder zum Landen eröffnet, wir dachten, das könnte gleichzeitig mit der Eröffnung des Strandes passieren, denn der Landeplatz ist auch frei von Gasen.

Der Gleitschirmszene wurde eigentlich sehr positive Signale von höchster Ebene gesandt, aber es wird letztendlich etwas ganz anderes gemacht. Die Sperrzone beinhaltet immer noch die Klippe über Puerto Naos, den Startplatz von Palmaclub und ganz Puerto Naos. Sie gilt bis Ende Juni 2024 und lässt unsere Hoffnung, endlich an einem sichereren Landeplatz als in El Remo zu landen verschwinden.

Ich hätte erwartet, dass uns mindestens erklärt wird, warum nicht auf unseren Vorschlag eingegangen wurde, aber das neue NOTAM wurde ohne Kontaktaufnahme publiziert und gegenüber dem vorhergehenden sogar noch vergrößert.

Bereits mehrere Male habe ich darauf hingewiesen, dass wir jetzt die richtigen Signale aussenden müssen, um die kommende Wintersaison zu retten. Das Signal, das vom Cabildo de La Palma ausgesandt wird, ist nicht das was wir wollten, aber trotzdem ein klares: Wir sind noch nicht bereit und Gleitschirmpiloten verbieten lieber als wir organisieren.
Piloten welche in der Saison 2024/2025 auf La Palma kommen wollten und jetzt buchen müssen, weichen sicherheitshalber zum Beispiel auf Teneriffa aus. Wer warten kann, soll ab und zu das NOTAM konsultieren um zu schauen, ob es vielleicht doch einen Stimmungswandel gibt.

Puerto Naos
Puerto Naos
06-Feb-24

In einer Pressekonferenz hat unser Präsident, Sergio Rodríguez gestern mitgeteilt, dass bald die ersten Geschäfte in Puerto Naos eröffnen können. Er erwähnte explizit auch die Strandkioske. Ob das von den Unternehmern gleich euphorisch aufgenommen wird, ist indessen nicht klar. Die gross angekündigte Eröffnung des Strandes ist nicht aufgenommen worden. Puerto Naos ist immer noch eine Geisterstadt ohne Geschäfte, Sport und Leben.

Kaum einer hat Lust, ein Restaurant oder eine Bar zu eröffnen, damit die Subventionen zu verlieren und dann noch auf den Kosten für die Mitarbeiter sitzen zu bleiben. Solange das Hotel Sol geschlossen ist und man für den Zugang nach Puerto Naos einen QR Code beantragen muss, sehe ich nicht, dass jemand auf diesen Zug aufspringen wird. Dazu kommt, wie im Bild ersichtlich, einiges an Investitionen für Renovationen dazu. Es gibt noch zu viele Fragen die nicht beantwortet sind und ich sehe es nicht als realistisch, dass vor April überhaupt was eröffnet.

Wetter
05-Feb-24

Da meldet die AEMET, dass der Januar der wärmste der letzten 63 Jahre auf den Kanaren war und weiter geht die Oddysee des nicht mehr enden wollenden Calima mit immer noch deutlich zu hohen Temperaturen und assoziierter Trockenheit.

Gegen Ende dieser Woche kündigt sich aber zum Glück endlich ein Wetterwechsel an. Am Freitag 9. Februar prognostizieren drei Modelle Regen mit Wind aus Nordwest bis West. Das wäre gut für die trockene Westseite, etwas weniger gut für die Karnevalisten. Mit dem Windwechsel soll dann am Samstag der Calima auch endlich verschwunden sein. Richtiger Passat stellt sich indessen immer noch nicht ein, es bleibt bis mindestens Mitte Februar deutlich zu warm.

Benzinpreise
02-Feb-24

Es kommt etwas Licht in die Verzögerung der Einführung des 20 ct Rabattes auf Benzin für die kleineren Inseln. Wer wie ich davon ausging, dass der Preis an der Tankstelle einfach 20 ct tiefer sein wird, irrte sich. Der Rabatt soll nämlich nur auf den kleinen Inseln Residenten zukommen. Dazu braucht es natürlich eine Art der Identifikation und da wir ja sowieso schon denken, wir hätten den QR-Code erfunden, soll dies über einen solchen erfolgen. Nur muss dieser nicht nur ausgestellt, sondern auch gelesen und mit einer Datenbank abgeglichen werden können. Also administrieren wir einmal mehr die Dinge bis zur Unkenntlichkeit. In diesem Monat soll es aber soweit sein. Ich, mittlerweile doch gebranntes Kind, zweifle daran.

Unerfüllte Versprechen
01-Feb-24

Die Liste von Versprechen des Inselpräsidenten, die zeitlich dann nicht eingehalten werden, wird immer länger. Zuerst wurde er für das Versprechen kritisiert, die Arbeiten an der LP-2 würde noch im Dezember begonnen werden. Nun heisst es März. Dann sah es so aus, dass wir schnell eine Lösung zum Landen mit dem Gleitschirm in Puerto Naos finden. Hier warten wir nun schon einen Monat auf Antworten, dann sollte der Benzinpreis heute um 20 ct gesenkt werden, das dauert offensichtlich auch länger, man spricht nun von Mitte Februar und zum Schluss wäre doch heute noch die Umfahrungsstraße von Tazacorte eröffnet worden und da fährt aus unerklärlichen Gründen auch noch kein Auto. Das ist nicht schlechte Politik. Der Inselpräsident Sergio Rodríguez liefert seinen politischen Gegnern der PP und der PSOE derzeit reichlich Kanonenfutter und ich, der über seine Pressekonferenzen berichtet, stehe auch blöd da.

Windkapriole
Windkapriole
30-Jan-24

Am letzten Sonntag, 28. Januar ereignete sich ein Starkwindereignis das nicht vorherseebar war, aber auf der Westseite von allen Wetterstationen erfasst wurde. Am Morgen ab 8h zogen hohe Wolkenfelder über die Insel und Cumulus Mammatus Wolken zeigten eine deutlich instabile Höhenluft an. Der Luftdruck sank um bis zu 4 Hektopascal und die Lufttemperaturen stiegen kontinuierlich um bis zu 10°C an. Um 11:30h verzeichneten plötzlich viele Wetterstationen extrem heftige Böen, in Puerto Naos bis zu 74 km/h und in El Paso wurden 52 km/h gemessen. Der kurze Sturm dauerte nur rund 30 Minuten. Dabei sanken die Temperaturen wieder um bis zu 9°C und der Luftdruck stieg wieder deutlich an.

Diskussion:
Der Sturm ereignete sich kurz bevor eine Luftmasse mit deutlichem Calima aus SW zu uns gelangte. Als diese Luftmasse mit Calima um 12h eintraf beruhigte sich die Situation wieder deutlich. Es scheint, dass der Luftmasse mit Calima ein recht schmales Band von nur  ~ 25 km Breite kältere und damit dichtere und energiereichere Luft vorausgegangen ist welche diesen unerwarteten kurzen Sturm verursachte. Solche Ereignisse sind zum Glück extrem selten. Nur die Cumulus Mammatus Wolken gaben einen Hinweis, dass man mit  Überraschungen rechnen könnte. Diese Wolkenform ist auf dem Festland vielfach assoziiert mit starken Stürmen. Wie sie entstehen ist noch immer nicht genau geklärt.

Gleitschirmfliegen auf La Palma
Gleitschirmfliegen auf La Palma
29-Jan-24

Gestern feierte ich 30 Jahre seit meinem ersten Gleitschirmflug am 28. Januar 1994 auf La Palma an der Concepción mit Landung in Bajamar und heute vor 30 Jahren flog ich zum ersten Mal vom Jedey und landete in Puerto Naos, beides mit dem oben gezeigten Gleitschirm.

Es scheint heute der richtige Moment um auf diese 30 Jahre kurz zurück zu blicken.

Im Jahr davor, also 1993 kam Javier López von Madrid auf die Insel. Der ausgebildete Gleitschirmfluglehrer bot fortan in Puerto Naos Tandemflüge an. Davor gab es vereinzelte Flüge von Piloten, allen voran Mike, der die Insel wahrscheinlich mit dem Delta fliegerisch einweihte.

Wettermässig hatten wir noch nicht wirklich viel Ahnung und ich erinnere mich, dass ich stundenlang auf der Terrasse sass und dem Wind und dem Treiben der Wolken zusah. Was da aber abging, erschloss sich mir nicht wirklich. Wir wussten, dass wir an vielen Tagen in Puerto Naos fliegen konnten, auch wenn in El Paso eine starke Brisa wehte. Aber warum, das konnten wir zu dieser Zeit noch nicht beantworten.

Fasziniert von La Palma verbrachte ich viele Urlaube auf der Isla Bonita bis ich im Jahr 2005 beschloss, eine Auszeit zu nehmen und etwas mehr Zeit auf La Palma zu verbringen. Im Herbst des gleichen Jahres beschloss ich mich mit Javier zusammen zu tun und einen Service für Gleitschirmpiloten anzubieten.
Für mich kam das aber nur mit der entsprechenden Ausbildung in Frage. Also flog ich wieder in die Schweiz, ging zur Schule und viel in die Luft und erwarb den Fluglehrertitel des Schweizerischen Hängegleiter Verbandes SHV. Es folgte die Tandemausbildung und Prüfung auch in der Schweiz.
Weil wir aber auf La Palma die größte Kundschaft aus Deutschland hatten, entschied ich mich, auch den Deutschen und Österreichischen Fluglehrertitel zu erwerben, später folgte dann noch der Spanische.

Der Weg ging aber nicht ohne Hürden weiter. Im Jahr 2006 hatten zwei Pilotengruppen die zum Birigoyo hochfahren wollten eine Auseinandersetzung mit einem Ranger. Dieser stellte sich später als der Chef des Medio Ambiente heraus mit der Folge, dass das Gleitschirmfliegen über Monate verboten wurde. Wir mussten einen Bericht vorlegen, dass wir keine Schäden verursachen und diesen in der Folge jährlich erneuern. Der Birigoyo blieb aber für jegliche Starts verboten.

Javier konnte später die Inselregierung überzeugen, dass die sinnvollste Lösung ein Netz von Startplätzen ist und so mauserte sich La Palma als erste Insel der Kanaren zum Gleitschirmmekka mit Unterstützung des Cabildo Insular.

Entsprechend gut ausgebildet und motiviert haben wir dann den "Para GuideService" genannten Service angeboten und uns in der Szene langsam inernational als professionelle Flugschule etabliert. Palmaclub ist seit Jahren die einzige Flugschule welche ausserhalb der Schweiz auch das Label «SHV Geprüft» aufweisen kann.

Auch Freiflieger profitierten von der Flugschule in Puerto Naos als Treffpunkt und auch um allfällige Fragen zu klären. Auf La Palma wurden in einer Wintersaison mehrere zehntausend Gleitschirmflüge geflogen und manchmal war der Himmel voller bunter Punkte.

Die Pandemie versetzte uns den ersten Schlag mit einem deutlichen Rückgang des Tourismus und als dann im Jahr 2021 auch noch der Tajogaite ausbrach, kam das Gleitschirmfliegen komplett zum Erliegen. Die an der Eruption verfügte Luftraumsperre wurde erst am 1. November 2022 aufgehoben. Doch wie wir alle wissen war Puerto Naos immer noch evakuiert, zu viel CO
machte eine Eröffnung bisher für uns zunichte.

Wir testeten deshalb eine Landemöglichkeit in El Remo aus und haben dann beim Ayuntamiento in Los Llanos einen entsprechenden Antrag gestellt.
Landen in El Remo ist aber sehr anspruchsvoll. Man teilt den Strandweg mit Fussgängern und das nahe Meer könnte unerfahrene Piloten ablenken und zu Unfällen führen. Deshalb musste ich mich schweren Herzens entscheiden, allen Piloten mit wenig Erfahrung nahezulegen, nicht nach La Palma zu kommen.

Nun, 30 Jahre nach meiner ersten Landung in Puerto Naos ist der Strand für Badegäste endlich wieder mittels QR Code zugänglich, dass wir dort auch wieder landen können ist beantragt. Ob diesem Antrag auch stattgegeben wird, wissen wir noch nicht, wir warten auf eine Einladung zu einem Meeting mit dem Cabildo Insular und der Gemeinde Los Llanos.

Sicher ist aber, wenn wir in den nächsten Wochen nicht ein klares Zeichen setzen können, damit die Gleitschirmpiloten La Palma für die kommende Wintersaison planen, verliert die Insel eine weitere Saison. Vielleicht ist die Aufbauarbeit der letzten Jahrzehnte wirklich verloren und jemand neues beginnt dann motiviert noch einmal von vorne.

Benzinpreis
Benzinpreis
26-Jan-24

Der Benzinpreis auf den kleinen Inseln ist ein Dauerthema. Bevor in Mirca mit der Plenoil vor ein paar Monaten die erste günstige Tankstelle den Betrieb aufnahm, wurden die höheren Preise mit Transportkosten begründet. Obschon jeder weiß, dass das Benzin schon tausende von Kilometern unterwegs war, bis es auf Teneriffa ankommt, meinte man der Bürger sei so blöd und würde einen Aufschlag von 30% für 100 km glauben, ja einige taten es durchaus.

Nun mit der günstigen Tankstelle in Mirca ist die Mähr der Transportkosten implodiert und die Hochpreistankstellen kolportieren neu das Argument von Zusatzstoffen, die bei der Plenoil in Mirca schlecht seien und den Motor schädigen würden.

Verstehen kann ich es schon, dass man sich wehrt, so werden mit den hohen Preisen im Jahr Millionen Euros von den Bürgern abgeschöpft. Ein höherer Preis ist vor Steuern immer 100% Gewinn, denn die Betriebskosten steigen ja nicht mit dem Preis. Aber wenn man genau hinschaut, dann handelt es vielleicht doch um illegale Preisabsprachen, die aber kaum bewiesen werden können.

Da die Regierung der Kanaren diese Absprachen nicht beweisen kann - oder vielleicht auch nicht will - hat man sich nun entschieden, den Treibstoff auf den kleineren Inseln zu subventionieren. 20 ct pro Liter soll er ab 1. Februar mit Steuergeldern günstiger werden. Die Wirkung bleibt abzuwarten. Ich kann mir durchaus auf vorstellen, dass der Preis dann noch einmal ansteigt und diese 20 ct nicht 1:1 dem Bürger zukommen werden. Die Branche ist durchaus gewieft...

In der obenstehenden Liste die derzeitigen Preise. Bei einem 50 Liter Dieseltank ist die Plenoil in Mirca sagenhafte 15 Euro günstiger.

Feuer
Feuer
25-Jan-24

Letzte Nacht brannte in Don Pedro bei Garafia das Unterholz im Wald. Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr - und wie im Norden üblich sicher auch privaten Personen - konnte das Feuer schnell eingedämmt und gelöscht werden. Heute kann man sich darauf konzentrieren, den Boden zu kühlen und allfällige Glutnester zu identifizieren. Aufgrund der anhaltenden Südostwindlage weht zum Glück in Garafia kaum Wind.

Feuer im Januar, daran müssen wir uns wohl gewöhnen. Das 10. Jahr in Folge waren die Niederschläge unter dem Durchschnitt, und auch in diesem Jahr mussten wir schon mehrfach zusehen wie die Regenzellen einige Kilometer im Westen der Insel vorbeizogen.

Die angesprochene Südostwindlage, es handelt sich nach meiner Erinnerung mindestens um die längste solche Lage im Winter der letzten 15 Jahre, bringt uns sehr trockene Luft, deutlich zu hohe Temperaturen und kaum Wolken. Sie dauert noch bis zum Wochenende an und die Gefahr, dass der Wind doch noch durch Föhnböen an der Südwestküste Schäden anrichten kann, ist noch nicht gebannt. Erst ab nächsten Mittwoch scheinen wir wieder die normale Nordostwindlage, also Passat zu erhalten.

Bild: Soziale Netzwerke, Autor nicht bekannt.

Wieder Straßenbau
Wieder Straßenbau
24-Jan-24

Etwas überraschend kommt die Mitteilung, dass die Umfahrungsstraße von Tazacorte zum Hafen von Tazacorte am kommenden Donnerstag, dem 1. Februar, in Betrieb genommen wird. Noch mit der Einschränkung, dass im unteren Bereich eine Ampel an den Wochentagen von 8 bis 18 h regeln muss, denn dort wo sich der Felssturz vor einigen Wochen ereignete, wird immer noch an der Stabilisierung gearbeitet. Am Wochenende ist die Straße dann ohne Ampelregelung befahrbar.

Foto: Felipe Bienes Martín.

LP-2
22-Jan-24

Lange war es ruhig um die LP-2, der Verbindung von El Paso nach Las Manchas. Der Präsident, Sergio Rodríguez, wollte sich offensichtlich nicht noch einmal zu weit aus dem Fenster lehnen, denn seinen ursprünglich genannten Termin, die Arbeiten noch vor Ende 2023 zu beginnen, verstrich ohne Taten.

Nun haben wir ein neues Datum und sogar eine Begründung. Die Arbeiten sollen nun also in spätestens zwei Monaten, sprich vor Ende März beginnen. Der Grund sei eine Absprache mit der Regierung der Kanarischen Inseln gewesen die einwilligen musste, dass die Arbeiten lokal in Auftrag und koordiniert werden. Sergio begründete das damit, dass sich die Arbeiten unter der Kontrolle der Regierung der Kanaren und nicht unter dem Cabildo Insular deutlich verzögert hätten. 

Südostwind
Südostwind
21-Jan-24

Am Dienstag dreht die Windrichtung auf Südost. Das ist für die Bananenbauern an der Westküste bedrohlich, denn der Südostwind fliesst über die nicht hohe Südspitze der Insel und kann dann als sehr böiger Föhn an der Küste zwischen Las Indias und la Bombilla einfallen. Weil sich die Luftmasse bei SO Wind etwas stabilisiert, das heisst die Temperatur nimmt nur noch um 0,5°C anstelle um 1°C pro 100 m ab, bremst das den Wind, was aber bedeutet, wenn er dieses Hindernis einmal überwinden kann, dass er wie aus dem Nichts auftritt. Ich habe schon einige Male in Puerto Naos wie von Zauberhand Sonnenschirme und Strandstühle wegfliegen sehen.

Die Situation mit Südostwind hält bis am Samstag an. Verschiebt sich die Windrichtung nur ein paar Grad nach Ost, kommt La Palma in das Lee von Teneriffa und es passiert gar nichts, dreht die Windrichtung aber ein paar Grad nach Süd, beginnt die Gefahr neu.

Die Bananenbauern im Gebiet tun gut daran, ihre Plantagen so gut wie möglich zu schützen  und Gleitschirmpiloten gehen wohl besser wandern.

Wetteralarm Meer
21-Jan-24

Gestern ist in Franceses ein Mann ins Meer gefallen. Obschon der Helikopter schnell da war, gestaltete sich die Rettungsaktion schwierig. Der Mann erlitt dann auf dem Transport in das Spital einen Herzstillstand und konnte nicht mehr reanimiert werden.

Für heute hat die AEMET einen gelben Wetteralarm in Bezug auf sehr hohe Wellen und starken Wind heraus gegeben. Es wird empfohlen, sich dem Meer nicht, oder nur mit äusserster Vorsicht zu nähern. Der Wind weht an einigen Orten der Insel so stark und kann so Böig sein, dass er jemanden auch zu Fall bringen kann.

Modulare Häuser
Modulare Häuser
20-Jan-24

Eigentlich möchte man den Entscheid diese "Containerhäuser" anzuschaffen rückgängig machen. Nicht nur deshalb, weil man diese Modularen Häuser nie als modular verkaufen konnten und sie sich als Container-Häuser im Volksmund niederschlugen - und niemand will in einem Container wohnen - sondern auch deshalb, weil diese deutliche Mängel aufweisen. So beginnen die Dächer bei einigen bereits zu rosten und beim letzten Regen drang Wasser ein. Ein solches modulares Haus das aus zwei Containern besteht soll über 100.000 Euro gekostet haben!

Nun will die Gemeinde wenigstens das Umfeld etwas verbessern. So ist eine Mauer zum gegenüberliegenden Grundstück auf welchem die Bauruine des Hallenschwimmbades steht geplant und auch mehr Parkplätze und ein Kinderspielplatz soll es geben.

Eine Reihe von Maßnahmen, die das Leben und den Alltag der Bewohner bis zum Bau neuer Sozialwohnungen, die auf städtischem Grund geplant sind, verbessern sollen meinte der Bürgermeister von Los Llanos, Javier Llamas.

Foto: eltime.es

Etwas Wetter
Etwas Wetter
20-Jan-24

Vom Luv ins Lee: Lange hat sie gedauert, die Luvlage mit Tiefdruckgebieten im Westen von La Palma und ein paar leider immer noch wenigen Niederschlägen. Das hat sich nun gewendet und ein Hochdruckgebiet mit Kern zwischen den Azoren und den Kanaren und einem Kerndruck von 1.030 hPa, bringt uns starken Passat. Im Osten kann es heute immer wieder etwas regnen und die immer noch hohe Inversion lässt zu, dass die Feuchtigkeit auch in den Westen geblasen wird.

Das Hoch verschiebt sich langsam in Richtung der Iberischen Halbinsel und damit dreht die Windrichtung zunehmend auf Ost und dann ab Dienstag auf Südost. Südostwinde hat fast niemand gerne. Der Einzige Vorteil sind die höheren Temperaturen, sonst bringt diese Windrichtung wieder Calima, Trockenheit und für die Gleitschirmpiloten unfliegbares Wetter. Nicht nur wegen der Luftmasse die sich stabilisiert, sondern auch wegen der unvorteilhaften Windrichtung. Südostwind kann über die Flanke von Fuencaliente fast unbemerkt bis nach Puerto Naos hinunter blasen und dann plötzlich heftige Böen verursachen.

Calima, deutlich zu hohe Temperaturen und vielfach Wolkenloses Wetter wird uns die ganze nächste Woche begleiten.

Windrad
Windrad
16-Jan-24

Die Windstärke ist in manchen Gebieten der Kanarischen Inseln heute beachtlich. Bei Bartolomé auf Gran Canaria hat es sogar ein Windrad geknickt.

Konzert
Konzert
16-Jan-24

Es freut mich, das obenstehende kostenlose Konzert des Chors der Kathedrale in Neuss, Deutschland, welches am 19. Januar 20:30h in der Kirche an der Plaza España in Sta. Cruz stattfindet, ankündigen zu dürfen.

QR-Code für den Strand
QR-Code für den Strand
16-Jan-24

Ich erhalte gerade einige Nachfragen in Bezug auf den Antrag für QR Codes. Das Vorgehen hat einige kleine Hürden. Deshalb hier eine Erklärung:

Seite zum Beantragen: https://permiso.lapalma.es/solicitud

Rufen Sie diese Seite nicht über ein VPN auf, der Server muss in Spanien sein.

Die Seite ist Spanisch / Englisch gemischt.
Füllen Sie die Felder wie folgt aus:

Task: Particulares
Seleccione una ubicación: Playa
Indique un Color: Azul turquesa
Address: Playa
Entry date: Datum des nächsten Tages
Departure date: Letzter Tag auf La Palma max. 6 Monate)
Task description: Playa (und bei ausländischen Telefonnummern diese hier eintragen).

I have read and accept the legal conditions anwählen.

Dann Add people anklicken
alle Angaben ausfüllen. Achtung es werden keine ausländischen Telefonnummern akzeptiert. Geben sie die Fantasienummer 600600600 ein.

Documento idendicativo: Hier ein Bild ihres Ausweisdokumentes hochladen.

Save.

Falls mehrere Familienmitglieder einen QR Code benötigen diese über Add People eingeben.

Nach Abschluss Create Application drücken.

Es erfolgt die Bestätigung, dass der Antrag korrekt versandt wurde. Der QR Code wird dann normalerweise im Tagesverlauf auf die angegebenen e-mail Adressen gesandt.

Nochmal Wetter
Nochmal Wetter
14-Jan-24

Für kommenden Dienstag hat die AEMET einen Wetteralarm für La Palma ausgegen und zwar für Regen und Wind. Bereits am Morgen, wahrscheinlich kurz vor Sonnenaufgang, erreichen uns viele Feuchtepakete. Eingelagerte Gewitter sind möglich. Was fast noch mehr Aufmerksamkeit bedingt, ist der Wind. Der SW Wind wird deutlich zunehmen und speziell im Osten zu starkem Böigen Föhn führen. Einzelne Böen können 100 km/h erreichen, was bis in den Nachmittag vom Dienstag zu Problemen am Flughafen, bedingt durch Fallwinde, führen kann.

Schluchten, auch der Wald sind dann Tabu und wer nicht unbedingt in den Osten fahren muss, sollte diesen Ausflug besser auf den Mittwoch verschieben.

Wellen
Wellen
13-Jan-24

Einmal mehr schafften es die Regenzellen ein paar Kilometer nördlich von uns durch zu ziehen. Es gab kaum nennenswerte Niederschläge, in Tacande 1,8 l/m². Das Tief hat aber das Meer ganz gehörig aufgemischt. In Tazacorte ist es einmal mehr über die Promenade gelangt und hat im  Meeresschwimmbecken, das nie eröffnet wurde, etwas Wasser und auf der Promenade Sand hinterlassen.

Die Wellenhöhen werden für heute auf bis zu 4m vorausgesagt und es empfiehlt sich sehr, Abstand zum Meer zu halten.

Bild: Hector PM

QR Code Strand Puerto Naos
11-Jan-24

Das Cabildo von La Palma hat mitgeteilt, dass der QR-Code für den Strand erst ab kommendem Montag, 15. Januar über den folgenden Link auf der Website der Stadtverwaltung für Genehmigungsanträge angefordert werden kann, es wird dort am kommenden Montag ein spezieller Bereich für den Strand eingerichtet, die Bewilligung kann für maximal 6 Monate angefordert werden:

https://permiso.lapalma.es/Solicitud.

Wetter
Wetter
11-Jan-24

Die Prognosen sind schwer, einige Wettermodelle rechnen den Staueffekt der kleinen aber hohen Insel La Palma nicht wirklich und so gehen die Meinungen der Modelle über Regen morgen wieder deutlich auseinander. Obschon ab 3.000 m deutlich trockenere Luft zu uns geführt wird und das was morgen ankommt in keiner Art und Weise einer Front entspricht, so scheinen Feuchtigkeit, Windstärke und Windrichtung auszureichen um auf der Westseite speziell in und um El Paso morgen Freitagnachmittag Regen zu produzieren.

Das unbeständige Wetter mit immer wieder Regenfällen und vor allem auch starkem Süd bis Südwestwind hält über das Wochenende an. Am Flughafen können zu tiefe Wolken dazu führen, dass einige Landungen nicht oder verzögert durchgeführt werden können. Je nach Flugzeugtyp und Anflugverfahren darf die Wolkenbasis nicht unter 440 bis 550 m über Meer liegen.

Einmal mehr sei erwähnt, dass Schluchten gemieden werden sollen. Autofahrer müssen die Geschwindigkeit bei Regen anpassen, die Straßen verwandeln sich rasch in Rutschbahnen und im Wald kann der starke Wind auch den einen oder anderen schon morschen Ast lösen.

Puerto Naos und Gleitschirmfliegen
11-Jan-24

Die Inselrätin für Sicherheit und Notsituationen hat mir mitgeteilt, dass vor dem Verabschieden des Prozederes für Gleitschirmpiloten noch die Landeplätze in einer Sitzung genau festgelegt werden müssen. Es kann durchaus sein, dass das Cabildo im Anschluss noch mit den Landeignern reden will. Nun, da alles kontrolliert und überwacht wird, gibt es unsere geliebten Grauzonen nicht mehr.

Den Sitzungstermin habe ich noch nicht, aber ich hoffe, dass das noch in dieser Woche stattfindet. Die Gleitschirmpiloten auf der Insel bitte ich, bis zu einer klaren Regelung die Informationen auf dem publizierten Flyer strikte einzuhalten, auch die beschriebene Flugverbotszone im Flyer (die im NOTAM am 1. Januar nicht erneuert wurde).

Puerto Naos Strand
09-Jan-24

Heute fanden die lange erwarteten Sitzungn der PEINPAL und danach CECOPIN statt. Es wurde beschlossen, dass der südliche Teil des Strandes in Puerto Naos am kommenden Montag, 15. Januar 2024 eröffnet wird. Um Puerto Naos zu betreten und wieder zu verlassen wird ein QR Code benötigt. Dieser wird in den nächsten Tagen über die Seite des Cabildo beantragt werden können. Der Strand darf von 11h bis 18h besucht werden.

Auch für die Gleitschirmpiloten zeichnet sich eine Lösung ab. Mir wurde heute mitgeteilt, dass mich Mitarbeiter des CECOPIN in den nächsten Tagen anrufen um mir das Prozedere zu erläutern.

Sobald ich die Details habe werde ich diese hier im Blog mit den entsprechenden Links publizieren.

Abfall
Abfall
09-Jan-24

Die Unterschiede im generieren von Abfall sind auf La Palma bemerkenswert. So produziert Fuencaliente pro Kopf mit 514 kg mehr als doppelt soviel Abfall in der grauen Tonne als Puntagorda mit nur" 218 kg.

Der Durchschnitt lag im Jahr 2022 pro Person bei 352 kg. Mit anderen Ländern kann man schlecht vergleichen, da in der Pressemeldung von Abfall in der grauen Tonne berichtet wird, was heissen würde, dass Verpackungsmaterial, Glas und Papier nicht berücksichtigt sind.

In einer Europäischen Statistik vom Jahr 2021 liegt Österreich mit 835 kg an der Spitze. Deutschland mit 620 kg auf Platz 7. Der Schnitt der EU lag bei 527 kg und Spanien belegte Platz 19 mit 472 kg.

Masken
09-Jan-24

Jetzt wo sich alle angehustet haben, wo die Firmenessen und Feiern vorbei sind, wo manche sich mit Covid und Influenza gleichzeitig ansteckten, jetzt setzen wir wieder Masken auf.

Ab heute ist das Tragen von Masken in den Gesundheitszentren der Kanarischen Inseln wieder obligatorisch.

Die Inzidenz von registrierten viralen Infekten liegt im Moment bei 1254 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Stille um die LP-2
Stille um die LP-2
07-Jan-24

Ruhig geworden ist es um den Präsidenten Sergio Rodríguez in Bezug auf den Bau der LP-2, die Straße vom Kreisel des Sombrero nach San Nicolás. Wir erinnern uns, der Neuausbau der Straße war vor der Eruption fast fertig gestellt und sollte ein wichtiges, modernes Verbindungsstück in den Süden bilden. Sie wurde dann über eine Strecke von knapp 2 km Luftlinie von der Lava zugedeckt.
Das Versprechen, den Bau der Straße noch vor dem Beginn des Jahres 2024 zu beginnen war ein Wahlversprechen von Sergio. Dass ihm nun der vorherige Inselrat für Straßenbau, Borja Perdomo der PSOE, nicht erfüllte Wahlversprechen vorwirft, verstehe ich. Borja war dafür bekannt, dass er seine Versprechen in Bezug auf neue Straßenverbindungen stets sehr genau einhalten konnte.

Nun hoffen wir, dass sich Sergio bald zu seinen Plänen äussert, mehr noch, dass die Baumaschinen ihre Arbeit aufnehmen.

Los Tilos
Los Tilos
07-Jan-24

Im vergangenen Dezember ereignete sich im Gebiet von Los Tilos ein großer Felssturz der die Zugangsstraße verschüttete. ElPeriodico de La Palma informiert nun, dass die Arbeiten zur Sicherung und Wiederherstellung der Straße bewilligt sind, diese aber mindestens 45 Tage in Anspruch nehmen werden. Somit scheint klar, dass dieser touristisch wichtiger Ausflugspunkt bis in die zweite Hälfte des Februar gesperrt bleibt.

Wichtig: der Zugang ist nicht nur für Fahrzeuge, sondern auch für Fussgänger gesperrt. Alternative ist der Cubo de la Galga.

Bild:elperiodicodelapalma

Warmer Dezember
Warmer Dezember
06-Jan-24

Die AEMET teilt mit, dass der letzte Dezember der Viertwärmste seit 1961 war. Die durchschnittlichen Temperaturen lagen bei 17,2°C und waren damit um 1,3°C wärmer als normal.

Die Niederschlagsmenge lag mit nur 41% der erwarteten Menge auf den Kanaren einmal mehr deutlich unter dem Durchschnitt.

In Bezug auf Niederschläge scheinen sich gute Nachrichten anzubahnen: Für nächsten Freitag wird eine Regenfront aus Südwesten erwartet. Die Größe des Tiefs scheint gigantisch zu werden, mit einem Kerndruck von nur 980 hPa, was dem Kerndruck vom Tropensturm Delta entsprach. Weil dessen Kern aber deutlich weiter weg von den Kanaren ist (~1.700 km), werden wir zwar starken Wind in den Bergen erhalten, nicht aber die zerstörerischen Böen eines Sturms Delta.

Aufräumen
05-Jan-24

Zum Jahresbeginn habe ich den Blog aufgeräumt. Blogeinträge vom letzten Jahr finden Sie nun über den obenstehenden Link.

Fördergelder Solar
05-Jan-24

Das Cabildo hat die Subventionsanträge für Fotovoltaikanlagen des Jahres 2023 bearbeitet und verabschiedet. Die Summe der gutgesprochenen Subventionen der rund 300 Anträge beträgt 863.000 Euro. Gut investiertes Geld in zusätzliche 300 Solaranlagen und einen weiteren Schritt in die Richtung weg vom Schwerölkraftwerk zu erneuerbaren Energien.

Die Details des heutigen Bescheides können hier nachgelesen werden.

Verschiedenes
03-Jan-24

Puerto Naos
Wie bereits geschrieben verzögert sich die geplante Eröffnung des Strandes in Puerto Naos. Gestern fand keine Sitzung der PEINPAL statt, die nächste am kommenden Dienstag. Dann wird vielleicht das Protokoll verabschiedet. Klar scheint, dass man einen QR Code haben muss, um nach Puerto Naos zu kommen.

LP-2
Weil der Präsident Sergio Rodríguez versprach, dass die Arbeiten an der LP-2 (Kreisel Sombrero - San Nicolas) noch vor Ende des Jahres beginnen würden, aber dann das große Stillschweigen stattfand, fliegt ihm das von der Opposition der PP und PSOE nun gleich um die Ohren. "Ein weiteres nicht eingehaltenes Wahlversprechen" verkünden sie lauthals.

Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit ist auf La Palma leicht zurückgegangen. Das Jahr schloss mit 200 Arbeitslosen weniger ab.

5 Millionen
Das Cabildo stellt für Gemeinden 5 Millionen Euro zum Landkauf bereit. Damit soll der Bau von öffentliche Wohnungsbau begünstigt werden.

Covid und Grippe
Die vielen Zusammentreffen vor Weihnachten haben zu einer Covid / Grippewelle geführt. Derzeit hört man überall, dass Leute krank sind. Ich habe auch Covid bin aber nach einer Woche wieder fit.




Twitter.
Es funktioniert nicht immer, der Fehler liegt bei Twitter, also Elon fragen.

Copyright 2023 © idafe.com

Impressum