Nachrichten von der Insel La Palma.
Informationen und Fama* von der Insel         *)Fama, die römische Gottheit des Ruhms und der Gerüchte

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Blog.
Neue Bäckerei in El Paso
Neue Bäckerei in El Paso
12-Aug-26

In El Paso hat kürzlich eine neue Bäckerei eröffnet. Inhaber sind Monika und Manolo. Monika bringt eine Bäckerin Ausbildung aus Deutschland mit. Manolo, in Deutschland geboren aber auf La Palma aufgewachsen, begleitete das Projekt auch aufgrund seiner Geschichte, die eng mit guten und ökologischen Lebensmitteln verbunden ist.

Auf der Homepage von MIGA list man:

"LA MIGA entstand auf La Palma als handwerkliche Bäckerei und Konditorei mit einer einfachen Idee: die Dinge wirklich gut zu machen. Mit guten Zutaten, Zeit, handwerklichem Können und Respekt vor dem natürlichen Geschmack jedes Produkts.

Wir möchten einen Ort schaffen, der familiär, ehrlich und herzlich ist, an dem Brot, Gebäck und Süßigkeiten in aller Ruhe und mit Sorgfalt hergestellt werden."


Die Bäckerei befindet sich schräg gegenüber des Hyperdino in El Paso und hat Dienstag bis Samstag von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet.

Das Bild oben habe ich von einem Nachbar erhalten der heute in MIGA einkaufen ging. Sieht alles sehr lecker aus. Ein Besuch lohnt sich sicher!

Sonnenfinsternis
12-Aug-26

Die Wetterprognosen für heute sind gut, wer aber ganz sicher sein will, dass er die Sonnenfinsternis nicht verpasst, der muss sich auf etwa 1.000 m über Meer befinden. Der Tag wird auf der Westseite zwar weitgehend wolkenfrei sein, durch die Abkühlung am Abend, die im Tagesverlauf ganz normal ist, aber durch die verminderte Sonneneinstrahlung während der partiellen Sonnenfinsternis noch stärker ausfällt, können sich auf einer Höhe von rund 800 m Schichtwolken bilden, welche die Sonne zeitweise verdecken.

Beginn: 18:57 Uhr
Maximum: 19:53 Uhr
Emde: 20:45 Uhr

Sonnenfinsternis
Sonnenfinsternis
08-Aug-26

Bleiben wir bei der Sonne mit den Mitteilungen:

Am kommenden Mittwoch erwartet Spanien in einigen Gebieten, wie der Stadt Valladolid, eine totale Sonnenfinsternis. Diese ist die erste eines Trios an Sonnenfinsternissen die sich in den kommenden zwei Jahren in Spanien ereignen.

12. August 2026, Nordwest nach Südost: Auf der Peninsula und Mallorca
2. August 2027, West nach Ost: In und um Gibraltar, Cadiz, Ceuta
26. Januar 2028, Südwest nach Nordost: Westlich von La Palma, Madeira, Sevilla

Das Zentrum der dritten Sonnenfinsternis im Januar 28 verpaßt La Palma nur knapp, sie zieht etwa 50 km westlich der Insel durch. Ein großer Teil der Sonne, nämlich 82,4 %, wird beim Maximum auf La Palma vom Mond verdeckt.

Aber kommen wir zurück zur nächsten Woche. Mit Standort La Palma wird sich der Mond ab 18:57 Uhr vor die Sonne schieben. Das Maximum wird um 19:53 Uhr erreicht. Beim Maximum wird die Sonne auf La Palma zu 67 % vom Mond verdeckt sein. Das Spektakel endet kurz vor Sonnenuntergang um 20:45 Uhr.

Die IGN hat eine interaktive Webseite für alle drei Sonnenfinsternisse erstellt.

Fotovoltaik
Fotovoltaik
06-Aug-26

Eine neue Fotovoltaikanlage ist im Westen beim Kontrollzentrum zum neuen Tunnel der Cumbre in Betrieb genommen worden. Die Pressemeldung ist voll mit Zahlen, Angaben, die leider wie immer auch übertrieben sind. Ich konnte in Erfahrung bringen, dass dort 200 kWp installiert sind. Das bringt eine Jährliche CO Einsparung von rund 250 Tonnen (die Pressemitteilung spricht von 402 Tonnen). Weil schon diese Zahl nicht stimmt bin ich nicht sicher, was man sonst noch glauben soll. Es wird in der gleichen Meldung berichtet, dass die Anlage 67 % des Strombedarfs des Tunnels decken würde und so Einsparungen pro Jahr von 40.000 Euro bringen soll. Verglichen mit der Leistung meiner Anlage stimmt diese Zahl bei einem kW Preis von 14 ct.
Die Anlage ist Teil eines von der Regierung unterstützten Projektes auf den Kanaren wo auf freien Parzellen in Straßennähe  größere Anlagen installiert werden.

Eine weitere kleinere Anlage ist im Momen auf dem Parkplatz des Visitorcenters in El Paso im Bau. Diese wird etwa 80% der Parkplätze des Visitorcenters an der Straße Richtung Riachuelo beschatten.

Und noch dies: Das Cabildo hat wieder Subventionen für Fotovoltaikanlagen ausgeschrieben. Man kann für eine Anlage bis zu 2.950€ Unterstützung erhalten. Der Papierkrieg ist zwar enorm, wer aber etwas gewandt in Administration ist und die Dokumente wie Escritura, Empadronamiento etc. alle aktuell hat wird das in einem halben Tag hinbekommen. Es werden bis zu 20 verschiedene Formulare und Dokumente verlangt.

Einzelheiten finden sich auf der Webseite des Cabildo.

Steinschlag
06-Aug-26

Ein Steinschlag hat am Dienstag den Wasserkanal von Dos Aguas in der Caldera zerstört. Das Wasser läuft nun durch das Bachbett im Barranco de las Angustias und dass weiter ins Meer. Weil sehr viel Wasser durch den Barranco kommt wurde die Überfahrt beim Parkplatz nun verboten. Es ist im Moment nicht möglich mit dem Auto nach Los Brecitos hochzufahren.
Die Balsa de Vicario bei Tijarafe soll nun einspringen um Giesswasser für die Landwirtschaft im Valle zu liefern.

LP-2
LP-2
04-Aug-26

Die regierende Politik hat sich mal wieder für eine Foto versammelt. Diesmal um die Arbeiten bei der LP-2 zu besichtigen. Weil dieses Straßenstück so wichtig ist, es verbindet El Paso mit Las Manchas, erwähne ich es hier im Blog. Es sollen nun 30 % der Arbeiten fertiggestellt sein und das Projekt laufe wie geplant, wird uns versichert. Das heisst, dass eventuell mit einer Eröffnung gegen Mitte des nächsten Jahres gerechnet werden kann.

Nochmal Waldbrandgefahr
02-Aug-26

Im Laufe der Nacht wird der Passat an Stärke zunehmen. Auf der Cumbre Nueva werden Windgeschwindigkeiten von über 20 Knoten (>35 km/h) erwartet. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Brise im Westen bis auf etwa 500 m Höhe hinabweht. In diesem Fall werden die Temperaturen dort morgen Montag zwischen 34 °C und 38 °C liegen. Hinzu kommt eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit.

Die Waldbrandgefahr ist hoch und in den Gebieten, in denen die Brise weht, sehr hoch.

----   >>> Bitte seid vorsichtig.

Diese Informationen sind privat: Wie immer sind die Angaben der Behörden maßgebend.

Waldbrandgefahr
Waldbrandgefahr
30-Jul-26

Die Temperaturen steigen auf den Kanaren wieder an. Die Kanarische Regierung hat deshalb eine Warnung über die gestiegene Waldbrandgefahr herausgegeben. Auf Gran Canaria werden Maximaltemperaturen von 38°C erwartet.
Die Inversion beginnt auf La Palma bei rund 600 m über Meer. Ab dieser Höhe steigen die Temperaturen noch einmal an und die Luftfeuchtigkeit sinkt drastisch. Die höchsten Temperaturen werden auf rund 1.400m über Meer erreicht. Dort erwarte ich für morgen Freitag bis zu 35°C.

TMT
30-Jul-26

Das TMT oder ausgeschrieben "Thirty Metre Telescope", soll nach La Palma kommen. Bei diesem Projekt handelt es sich nicht um eine Millionen- sondern um ein Milliardenprojekt. Bereits sei eine Milliarde in Planung und Projektion investiert worden. Eine Milliarde die zum Bau notwendig ist, soll nun von der Europäischen Zentralbank zusammen mit dem Spanischen Staat aufgetrieben werden. All diese Zusagen zeigen klar, dass Spanien das Projekt will, und bereit ist, in die Wissenschaft zu investieren. Ob das beim Entscheidungskommitee letzendlich auch gut ankommt, werden wir vor Ende September wissen. Dann hat das lange Seilziehen von La Palma mit Hawaii ein Ende. Etwas Bangen müssen wir schon noch. Man weiß ja nie, ob nicht noch ein Berater den Trump darauf aufmerksam macht, dass die U.S.A. daran sind, ein Megaprojekt an Spanien zu verlieren.  Spanien kann ja, wie wir wissen, unkontrollierbare Reaktionen in dem Überbleibsel des Gehirns von Trump auslösen.

Waldbrände in Spanien
24-Jul-26

Die Waldbrände in Spanien nordwestlich von Madrid haben sich weiter ausgweitet. Hohe Temperaturen und sehr starke Winde helfen im Moment gar nicht.
Spanien hat deshalb in der letzen Nacht die Stufe auf 3 angehoben. Das ist bisher noch nie gemacht worden und bedeutet, dass es sich nun nicht mehr um eine regionale, sondern um eine staatliche Angelegenheit handelt.

Spanien hat umgehend bei der EU Hilfe angefordert. Diese auch sofort erhalten und es sind aus Griechenland und aus Italien je zwei Löschflugzeuge unterwegs welche mithelfen sollen, das Feuer zu löschen.

Teneriffa kommt nicht zur Ruhe
Teneriffa kommt nicht zur Ruhe
24-Jul-26

Auf Teneriffa hat  wieder ein Erdbebenschwarm mit 1.600 automatisch registrierten, schwachen Erdbeben ereignet, 600 davon alleine in der letzten Nacht. Es handelt sich damit um den 15. Erdbebenschwarm.

Die INVOLCAN erklärt das Ereignis sei mit vorhergehenden vergleichbar wonach Magma in das hydrothermale System von Teneriffa eindringen würde. Der Chef der staatlichen Institution IGN, Domínguez Ithaiza, sprach heute morgen im Radio von einer "Änderung der Situation".

Die Erdbeben ereignen sich fast alle in einer Tiefe unterhalb 5 km, wobei kein Aufsteigen feststellbar ist. Das scheint die offensichtlichste Differenz zur Situation kurz vor der Eruption auf La Palma zu sein. Wir detektierten Tage vor der Eruption bereits viele Erdbeben mit geringerer Tiefe und auch eine räumliche Verschiebung.

Offiziell heisst es wie immer: "Wir sehen kurz- und mittelfristig keine Anzeichen für eine Eruption".

Auch wie immer sage ich, das mittelfristig würde ich mal weglassen, einfach so aus erlebter Erfahrung eines nicht Vulkanologen gesprochen.

Fehlinformationen Radon
14-Jul-26

In einem Forum für La Palma wird diskutiert, dass ein Gleitschirmfluglehrer seine geplante Flugreise nach La Palma mit der Begründung von hohen Radonwerten absagte. Ich weiss weder um welche Flugschule es sich handelt*, noch wie dieser Fluglehrer dazu kommt, Radon als Grund für eine Absage zu nennen.

Dieser Aussage fehlt jegliche wissenschaftliche Grundlage und sie schadet einer Region die mit genügend anderen Problemen zu kämpfen hat.

Weil mich das Thema gleich in zweierlei Hinsicht betrifft, antworte ich gerne. Erstens bin ich lokaler Fluglehrer und wer auf La Palma in den letzten 20 Jahren Gleitschirmurlaub gemacht hat, der kennt mich, gefragt dazu hat mich aber keiner. Zweitens habe ich über das Thema Radon nicht nur recherchiert, sondern auch mit Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Wehr eine Publikation mit dem Titel "Radon and CO
content in Puerto Naos after the volcanic eruption on the island of La Palma -recalculation with artificial intelligence" verfaßt, die im letzten Jahr an einem Kongress in Vigo vorgestellt wurde.

In Puerto Naos konnten wir nachweisen, dass die Radonwerte sehr gleichmäßig mit dem CO
korrelieren. Man konnte aufgrund der CO Messung also ganz gut einen Radonwert voraussagen. Weil jedes bewohnte Apartment in Puerto Naos über ein CO Messgerät verfügt und die Werte von der Feuerwehr 24/7 überwacht werden, kann eine Exposition mit erhöhten Radonwerten in Puerto Naos in allen öffentlich zugänglichen Räumen ausgeschlossen werden. Da muss man nicht einmal mit erhöhter Lage des Apartments etc. argumentieren. Einfach NEIN, es gibt in Puerto Naos keine Gefahr einer Radonexposition die gesundheitsschädlich wäre.

Erhöhte Radonwerte wurden auch in Tajuya und Tacande gefunden. Dort gibt es keine CO
Problematik und die CO Werte sind so tief, dass eine Korrelation wie in Puerto Naos nicht funktioniert. Deshalb hat die Inselregierung vor etwa 4 Wochen beim Nationalen Institut für nukleare Sicherheit angefragt, weitere Studien zu unterstützen.

Für Urlauber sind die Werte nie ein Problem. Der Grenzwert ist 300 Bq/m³ und als Mittelwert über das Jahr gerechnet. Auch wenn sie in einem Haus auf dem Lande gelegentlich höheren Werten ausgesetzt wären, reichen die hier gemessenen Grenzwertüberschreitungen bei weitem nicht aus, um den Jahresgrenzwert auf diese Höhe anzuheben. Sie müssten sich dafür wahrscheinlich während 12 Stunden pro Tag ein ganzes Jahr in einem Keller in Tajuya aufhalten.

Zusammenfassend: Radon ist in Puerto Naos kein Problem. Im Bereich El Paso müssen weitere Studien folgen, die der hier immer ansässigen Bevölkerung wo nötig Richtlinien für das Verhalten oder das Sanieren von Gebäuden aufzeigen.
Mit dem jetzigen Kenntnisstand kann davon ausgegangen werden, dass für La Palma Urlauber nicht die geringste Gefahr durch Radon ausgeht.



*) Es wurde mir mitgeteilt, dass es sich nicht um eine Flugschule, sondern um einen privaten Anlass gehandelt hätte, den ein Fluglehrer organisierte.

Neue Kameras
Neue Kameras
08-Jul-26

Das Ayuntamiento El Paso teilt mit, dass es bei den Ampeln Calle Paso abajo und Calle Hermosilla Kameras installiert hat. Dies soll der Sicherheit des Abschnittes dienen weil offensichtlich immer wieder Fahrzeuge bei roter Ampel durchfuhren. Die Kameras sind in Betrieb und zeichnen 24/7 auf.

Marcos und Corderos
Marcos und Corderos
03-Jul-26

Nach einer Durststrecke an interessanten Neuigkeiten von der Isla Bonita geht es offensichtlich wieder los.

Die beliebte Wanderung von Marcos und Corderos (PR LP-06) in den Bergen über Los Sauces wird abgesichert. Zwar noch nicht durchgehend, aber bis zum Tunnel 12 ist nun eine weite Strecke wieder zugänglich. Der weitere Weg soll progressiv freigegeben werden, sobald dort die Arbeiten fertiggestellt sind. Ein Zeitplan wurde nicht veröffentlicht.

Aktuelle Informationen über den Wanderweg findet man auf www.senderosdelapalma.es

Radon Juni
Radon Juni
02-Jul-26

In der Anlage die Radonwerte vom Juni in Tacande. In der zweiten Monatshälfte sind die Werte deutlich zurück gegangen.

Radon
01-Jul-26

Das Thema Radon beschäftigt Teile der Bevölkerung in den Barrios Tajuya und Tacande, seitdem durch einen Zeitungsartikel bekannter wurde, dass erhöhte Konzentrationen bei einer offiziellen Messstation in Tajuya gemessen wurden.

Weil auch ich in Tacande in einer offenen Höhle deutlich erhöhte Radonwerde messe, ist davon auszugehen, dass auch an weiteren Orten, speziell in der Nähe der gefundenen geologischen Verwerfungen, erhöhte Radonkonzentrationen detektiert werden.

Radon ist ein radioaktives Gas welches quasi als blinder Passagier mit dem CO
aus den Tiefen der Insel nach oben mitreist. Dessen Radioaktivität ist aber nicht mit der Strahlung von Röntgengeräten (Gammastrahlung) zu vergleichen. Radon emittiert Alphastrahlung. Diese lässt sich bereits mit einem Papier abschirmen. Kommt das gasförmige Radon aber mit Zellen der Lunge in Berührung, weil es eingeatmet wird, dann kann die Strahlung zu Zellschäden führen. Bleibt der Kontakt mit hohen Konzentrationen über lange Zeit aufrecht, steigt die Lungenkrebsrate deutlich an.

Die beste Maßnahme gegen Radon ist das regelmäßige durchlüften des Hauses. Das senkt die Radonkonzentration schnell auf ein unbedenkliches Niveau ab.

In Puerto Naos konnten wir nachweisen, dass die Radonkonzentration mit der CO
Konzentration parallel läuft. Die CO Konzentrationen waren In Puerto Naos zum Teil sehr hoch, die Radonkonzentrationen relativ tief. Man konnte dort mit CO Messungen ganz gut auf die Radonkonzentration schließen. In Tacande geht das nicht. Hier ist die Situation umgekehrt. Die vulkanischen CO Konzentrationen sind sehr gering, die Radonkonzentrationen hingegen höher.

Das Messen vom Menschen ausgeatmeten CO
in bewohnten Räumen, wie dem Schlafzimmer, ist aber eine günstige Alternative, um wenigstens einen Hinweis zu erhalten, wenn man das Lüften vergessen hat. Brauchbare Radonmessgeräte wie das Radon Eye kosten über 200 €, die günstigen Geräte sind vielfach Schrott der im schlimmsten Fall tiefe Werte vorgaukelt, die gar nicht stimmen. Ein gutes CO Messgerät gibt es um die 50 €.


Zwei von mir getestete Messgeräte:

Radon Eye+
(Es gibt nun das Nachfolgegerät RadonEye pro mit Bluetooth und Wifi, oder das günstigere RadonEye nur Bluetooth).

PV28-AW Smart WIFI Mini CO2 Detector


Der Text widerspiegelt meine Meinung. Massgebend sind in jedem Fall die behördlichen Vorschriften und Anweisungen.

Allfällige Bestellungen der Produkte sind in ihrer Verantwortung. Ich kann darüber hinaus keine Produkt- oder Anwendungsberatung geben.

PEVOLCA Sitzung
01-Jul-26

In der gestrigen Sitzung der PEVOLCA wurde die gesamte postvulkanische Situation von La Palma besprochen. Man ist sich bewusst, dass die Situation der CO Ausgasung in Puerto Naos und La Bombilla, sowie die teilweise erhöhten Radonwerte in Tajuya weitere Massnahmen erfordern. Deshalb wurde entschieden, die Vulkanampel weiterhin auf gelb zu belassen.

Der Inselpräsident erklärte, dass der Inselrat die Finanzierung für die von der Universität La Laguna durchgeführten Radonstudien sichergestellt habe, und kündigte an, die Installation von Messgeräten auszuweiten, um das tatsächliche Ausmaß des Phänomens zu ermitteln.

Das ist das erste Mal, dass ich von offizieller politischer Seite auch höre, dass die Problematik der Radonwerte nicht nur zur Kenntnis genommen wird, sondern wichtiger, dass neue Gelder bereitgestellt werden. Nur so ist sichergestellt, dass weitere Studien folgen können die dazu führen, die Problematik besser zu verstehen was letzendlich dem Schutz der Bevölkerung dient.

Waldbrandgefahr
Waldbrandgefahr
30-Jun-26

Nachdem in Europa die Hitze etwas nachlässt steigen auf den Kanaren die Temperaturen deutlich an. Über einer Höhe von ca. 600 m ist die Luft auf La Palma auch sehr trocken. Die Waldbrandgefahr steigt deshalb stark an. Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine entsprechende Warnung für alle Inseln erlassen.

Meldungen über Rauchentwicklung oder Feuer sind sofort an die Nummer 112 zu richten.

Stromausfälle
30-Jun-26

Es vergeht kaum ein Monat in welchem nicht irgendwo auf der Insel der Strom ausfällt. Letzte Woche war wieder einmal der Westen dran und tausende Abonnenten waren ohne Elektrizität. Am gleichen Tag kam es auch immer wieder zu Ausfällen des Mobiltelefonnetzes vorallem bei Movistar und Vodafone.

Nun wurde ein erster Schritt gemacht um genügend Reserven herzustellen, denn die Motoren im Kraftwerk sind als und marode. Ein Gesetz zur Finanzierung der Bereitstellung der notwendigen Reserven wurde verabschiedet. Im Fall von La Palma wird diese Maßnahme die Finanzierung der Reserveeinheit des Kraftwerks Los Guinchos ermöglichen, die als wesentliche Infrastruktur gilt, um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten und das Risiko weiterer Stromausfälle zu minimieren.

Kurzum, der Ausbau muss nun finanziert werden. Welchen Zeitrahmen das umfasst wurde nicht mitgeteilt aber es ist mit Jahren zu rechnen.

Mich stört das weniger, ich habe ja wie schon berichtet eine Solaranlage mit Notstromversorgung über Batterie. Die vielen Geschäfte die während Stromausfällen nicht arbeiten können werden aber erleichtert sein.

22-Jun-26

Teneriffa
Teneriffa
22-Jun-26

Seit längerer Zeit gibt der Teide keine Ruhe. Immer wieder erfolgen leichte Erdbebenschwärme die dann wieder abklingen. In den letzten zwei Tagen kam es erneut zu einem Anstieg von ganz schwachen Erdbeben in einer Tiefe um die 10 km. Interessant dabei ist der Umstand, dass die letzen Erdbeben die IGN veranlasste den Zivilschutz auf Teneriffa in der Nacht zum Montag über den Erdbebenschwarm in Kenntnis zu setzten. Das ist in dieser Art bisher noch nicht vorgekommen.

Derweil publiziert die INVOLCAN den uns bestens vertrauten Satz: "Wir sehen keine Indikatoren für einen kurz- oder mittelfristigen Vulkanausbruch". Hoffen wir, dass das zutrifft. Ganz wohl ist mir nicht bei der öffentlich zugänglichen Datenlage die doch einen deutlichen Anstieg der Anzahl Beben im Juni zeigt.

LP-2
LP-2
16-Jun-26

Die Arbeiten an der LP-2 laufen derzeit wie geplant. Der Untergrund der Fahrspur ist nun durchgängig gelegt. Im Bild sieht man das nördliche Ende in El Paso. Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass sich keine gefährlichen Lavaröhren dicht unter der Strecke befinden. Man spricht nun von einem Abschluss im "ersten Halbjahr" 2027. Ursprünglich wurden 14 Monate veranschlagt was Februar 2027 bedeuten würde. Der Verantwortliche im Cabildo Insular, Darwin Rodríguez, äusserste sich zu einem Eröffnungstermin zu Beginn des Jahres mit einem “estará muy complicado”, was soviel wie nein bedeutet.

Bild: elperiodicodelapalma.com

Roque de los Muchachos
14-Jun-26

Wer nächste Woche auf den Roque de los Muchachos fahren möchte, der macht das am besten über die Westseite. Die Straße auf der Ostseite wird nächste Woche neu asphaltiert und ist deshalb von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr geschlossen.

Neue Brücke
Neue Brücke
09-Jun-26

Die schmale Brücke vor Puerto de Tazacorte über den Barranco de las Angustias wurde ersetzt. Die neue Brücke ist deutlich breiter und sichert für Wanderer auch in Zukunft den sicheren Übergang über den Barranco auf dem Wanderweg Los Llanos - El Time.

Foto aus ElTime.com

Neues von der CO₂ Front in Puerto Naos
07-Jun-26

Erste Resultate der seit ein paar Monaten installierten Bodenbelüftung in Puerto Naos liegen vor. Vor wielange ich geschrieben habe, das forcierte Belüftung der Weg zur Problemlösung sei, weiß ich auch nicht mehr, trotzdem überraschen mich die Resultate positiv, denn ich hätte nicht gedacht, dass das in einem so großen Radius möglich wäre.
Man konnte nachweisen, dass sich der CO
Gehalt um bis 80% senken liess und das in einem Radius von 50 Meter zur Belüftungsstelle. Mit diesen positiven Resultaten geben sich die Verantwortlichen zuversichtlich, dass sich auch im schwarzen, noch immer gesperrten Bereich von Puerto Naos, (Bar Moncloa, Rest. Scala & Franconia), die CO-Werte soweit senken lassen, dass auch dieser Bereich wieder geöffnet werden kann.

Wetterkurs
Wetterkurs
04-Jun-26

Meine beiden Meteorologiekurse im letzten Jahr waren sehr gut besucht. Die Menschen auf La Palma interessieren sich für die Wissenschaft und für ihre Insel.

Deshalb bieten wir den Kurs erneut und dieses mal in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von El Paso und dem Verein „Meteo Isla Bonita“ an. Er findet Ende September in El Paso im Kulturhaus statt.
Du kannst dich ab sofort unter meteorologia@idafe.com anmelden. Wir brauchen Name, DNI/NIE und eine Mobiltelefonnummer.
Bitte teile diese Information auch mit deinen Freunden.

Radon
Radon
30-May-26

Die Zeitschrift ElTime berichtete gestern über Radonmesswerte in Tajuya die über den gesetzlich festgelegten Grenzen liegen. Dazu erreichten auch mich einige Anfragen, speziell wollten einige Blogleser wissen, was ich darüber wisse und davon halte.
In der Tat messe ich in Tacande und vorher auch in Puerto Naos Radonwerte. Über die Radonwerte in Puerto Naos entstand im letzten Jahr ein wissenschaftliches Paper von Prof. Wolfgang Wehr an welchem ich als Co-Autor mitwirkte. [1]
Meine Aussagen beschränken sich nur auf meine Messpunkte. An anderen Orten können komplett unterschiedliche Messwerte gefunden werden. Meine Messpunkte sind in Tacande de abajo und waren in Puerto Naos in der Gleitschirmflugschule.
In Puerto Naos konnte ich einen klaren Zusammenhang von Radon mit den CO
Werten feststellen. Das ist auch nicht erstaunlich, gilt doch das CO als Trägergas für das Radon. In Tacande konnte ich zwar keine erhöhten CO Werte messen, aber gegenüber Puerto Naos Radon Werte die um ein Vielfaches über den Werten von Puerto Naos liegen.
Die Radonwerte in Tacande ermittle ich in einer Höhle die nach Westen hin komplett offen ist und sich direkt neben dem Haus befindet. Das Messgerät befindet sich rund 2 Meter tiefer als das Haus. Dort sind die Radonwerte zyklisch mit Höchstwerten am späteren Nachmittag. Meine konstante Messreihe begann am 15. Juli 2025 mit einem stündlichen Messwert. Der durchschnittliche Radonwert. Bis heute habe ich 7577 Datenpunkte erhoben. Der Mittelwert liegt bei 785 Bq/m³. Der höchste Messwert war 6420 Bq/m³. Der Grenzwert liegt in der EU bei 300 Bq/m³. Trotzdem ist es erstrebenswert, so tiefe Werte wie möglich zu erhalten. Im Haus erreicht man das mit regelmässigem Lüften.
Radon radioaktiv. Seine Strahlung ist aber nicht diejenige eines Röntgengerätes. Es emittiert Heliumkerne. Diese Strahlung kann mit einem Papier bereits abgeschirmt werden. Deshalb ist Radon auch nur für die Lunge schädlich, denn kommt es in Kontakt mit Lungengewebe können die emittierten Heliumkerne zu Zellschäden führen. Im schlimmsten Fall führt das bei dauernder hoher Exposition zu Lungenkrebs. Wie gesagt, das Gegenmittel ist einfach, es heißt das Haus regelmässig durchlüften was in unserer Klimazone ja nicht ein Problem darstellt.

Grafik: Werte der letzten beiden Tage mit dem typischen Höchstwert am Nachmittag. Die blauen Werte stammen aus dem Hausinneren und zeigen die Wirksamkeit der Belüftung.
[1] Radon and CO2 Content in Puerto Naos After the Volcanic Eruption on the Island of La Palma: Recalculation with Artificial Intelligence

30-May-26

Was sonst noch geschah...
29-May-26

- Das oberste Gericht kippte die Verordnung über ein zentrales Register für Vermietungen von Ferienwohnungen und erklärte die autonomen Regionen alleine zuständig. Vermieter die mit einer gültigen Kanarischen Vermietlizenz trotzdem von Plattformen wie Airbnb ausgeschlossen wurden, dürfen dort bald wieder inserieren.

- Zwischen Los Llanos und dem Flughafen wird eine neue direkte Buslinie eingeführt. Die Linie 301 fährt morgens um 04:45 Uhr und um 10:35 Uhr in Los Llanos ab.

- Eine offensichtlich nicht mit allen Sinnen bedachte Frau hat in der vergangenen Woche im Bereich von Tijarafe Steine auf fahrende Autos geworfen. Am nächsten Tag sperrte sie in Triana eine Straße indem sie zwei Reifen auf der Fahrbahn platzierte. Die Guardia Civil hat ihre Personaldaten wurde nun berichtet. Ob die "Loca" weiterhin aktiv oder in der Klappsmühle ist, das weiß ich nicht.

- In Puerto Naos wurden weitere 4 Wohnungen und ein Lokal mit CO
Geräten ausgerüstet und aufgrund von tiefen Werten freigegeben.

TMT
TMT
28-May-26

Ein anderes Projekt das auf La Palma auch bereits einige Jahre im Gespräch ist, ist das TMT, das 30 Meter Teleskop, welches ursprünglich auf Hawaii hätte installiert werden sollen, doch dort hagelte es Einwände der indigenen Bevölkerung.
Spanien ist bereit einen Betrag von 400 Millionen Euro bereitzustellen. Das reicht aber nicht und deshalb muss die Europäische Bank für Investitionen den Rest der Investition leisten. Ob man mit dieser Bank einen Investitionsplan verabschieden kann, ist derzeit noch im Gespräch. Ein definitiver Entscheid kommt frühestens im Juni, spätestens im Juli. Wir sollten also noch in diesem Sommer wissen, ob dieses weltweit größte Teleskop mit entsprechender wissenschaftlicher hoher Relevanz auf La Palma gebaut wird.

Auditorio Insular Tomás Cabrera Martín
Auditorio Insular Tomás Cabrera Martín
26-May-26

Gefühlte 2.000 Jahre dauerte der Bau des "Auditorio Insular Tomás Cabrera Martín". Wer la Palma kennt, der kennt die immerwährende Baustelle in Los Llanos. Vor über 12 Jahren ging ein Lieferant aus El Paso fast in den Konkurs, weil er bereits Lüftungsanlagen lieferte die dann aber infolge eines erneuten Baustopps nicht installiert werden konnten. Morgen sollte das Auditorio endlich eröffnet werden. Aber auch hier scheint der Bau kein Glück zu bringen. Alle vorgesehenen Eröffnungsfeierlichkeiten wurden verschoben. Die noch nicht definitive Versorgung mit Elektrizität wird als Grund genannt. Diese wäre ungenügend und würde eine ordnungsgemässe Durchführung der geplanten Anlässe gefährden. Irgendwie ist in diesem Bau der Wurm drin...

Bild: aus ElApuron

Terra X Kritik
26-May-26

Die Doku "La Palma Protokoll einer Vulkaneruption" welche am letzten Sonntag im ZDF ausgestrahlt wurde, hatte nicht nur schöne Bilder über die Insel und einige schlechte Erfahrungen in Erinnerung gerufen, sie enttäuschte auch etwas. Einmal durch die Zuschauerzahlen die mit 1,85 Millionen deutlich unter dem Normalmaß blieben. Das war zwar am letzten Sonntag beim ZDF die Norm, der Pfingsturlaub und das gute Wetter trugen dazu bei. Mich persönlich ernüchterte sie auch etwas, denn letztendlich lieferte sie nicht das ab, was ursprünglich vereinbart wurde. Ich machte mit der Prämisse mit, dass Terra X nicht Drama, sondern objektiv berichtet und auch einen positiven Ausblick in die Zukunft  liefern würden. Dieser positive Ausblick kam kaum rüber und das Wenige wurde durch den Schlusssatz, dass die nächste Eruption nur eine Frage der Zeit wäre letztendlich noch ganz weggefegt. In mehreren Tagen hatte ich mit dem Filmteam deutlich besseres Material erarbeitet. Es ist offensichtlich, dass der Film vom Produzenten Andreas Sawall durch die Redaktion letztendlich verändert wurde und der Schluss dann leider wieder im bekannten düstere Zukunfts-Szenario-Gedröhne endete. Da kann man nichts machen. Ich kann nur versichern, dass ich es versucht habe.

Terra X Protokoll eines Vulkanausbruchs
22-May-26

Nächsten Sonntag um 18:30 Uhr wird im zweiten Deutschen Fernsehen ZDF die Dokumentation "La Palma - Protokoll eines Vulkanausbruchs" gesendet. Terra X erreicht normalerweise um die 5 Millionen Zuschauer, am Sonntag wahrscheinlich noch mehr.

Die Dokumentation dauert 45 Minuten, mit vielen schönen Aufnahmen der Isla Bonita und mehreren Protagonisten, die ihre Geschichte erzählen, kann auch bereits jetzt in der Mediathek angeschaut werden (Sprache Deutsch):

Mediathek

Sanierung von Wohnraum
16-May-26

Eine der Maßnahmen um die Abwanderung in kleineren Gemeinden und die damit verbundene Überalterung zu bekämpfen ist identifiziert worden. Man will die Sanierung von Wohnraum fördern. Angesichts dessen, dass tausende Häuser auf La Palma am Verfallen sind, und Wohnraum knapp ist, ist das sinnvoll. Von der Regierung der Kanaren werden nun Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohner für die Sanierung dieses Wohnraums subventioniert. Für La Palma sind dazu 900.000 Euro vorgesehen. Das wiederum reicht um das Problem bekannt zu machen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur eine Gemeinde damit einen meßbaren Erfolg bei der Abwanderung erzielen wird, denn diese Subventionen erreichen in den kleinen Gemeinden wie Fuencaliente, Barlovento oder Garafia gerade noch ca. 32.000 Euro. Pro Gemeinde, nicht pro Haus. Aber auch die Gemeinde mit der höchsten Zuwendung, Sta. Cruz, wird mit den gesprochenen 165.000 Euro wohl auch nicht die Welt bewegen. Ein guter Ansatz, dessen Effekt wohl einfach verpuffen wird.

CO₂ Sensoren
13-May-26

Die Installation der CO-Sensoren in Puerto Naos bildete das Fundament um den Ort wieder zu beleben. Puerto Naos ist immer noch 24/7 überwacht und jeder installierte Sensor übermittelt laufend Daten an die Zentrale der Feuerwehr welche sich in den Containern neben der Schule befindet.
Nun mehren sich Reklamationen der Feuerwehr wonach installierte Sensoren verschoben werden um bessere Werte zu generieren. Der Inselpräsident Sergio Rodríguez stellte nach einer Frage im Plenarsaal klar, dass ein Verschieben oder eine Manipulation des Sensors automatisch die Annulation der Bewilligung zur Bewohnbarkeit mit sich bringt. Besser man lässt das Teil dort wo es installiert wurde und lüftet die ganze Wohnung immer gut.

Es ist da
Es ist da
08-May-26

Die komplett überarbeitete und aktualisierte Neuauflage meines Buches über die Vulkaneruption, in Zusammenarbeit mit dem Konkursbuchverlag von Claudia Gehrke, ist heute auf La Palma angekommen. Es wird in der nächsten Woche in die Verkaufsstellen verteilt.

Durch die Klappenbroschur liegt das Buch leichter in der Hand und konnte auch günstiger produziert werden.

Preis € 24.--

474 Seiten, mit vielen farbigen Bildern, Grafiken , QR-Codes zu Material und Videos, Klappenbroschur,
ISBN 978-3-88769-298-8

Weitere Informationen hier auf Idafe unter Büchern.

LP-2
LP-2
06-May-26

In einem am 1. Mai von Jrhg Dron publizierten Panoramabild sieht man deutlich, dass die Arbeiten an der LP-2 eine erste Trasse bereits über die Hälfte des Weges gelegt haben.

https://www.facebook.com/jrhgdron

Hantavirus
06-May-26

Es stand in der Weltpresse: Auf dem kleinen Kreuzfahrtschiff "Hondius" haben sich Passagiere mit dem Hantavirus infiziert.

Die Hondius ging nun nach einer Irrfahrt im Atlantik in Praia auf den Kapverden an Land. Der schwer erkrankte Schiffarzt sei nun mit einem Ambulanzjet nach Teneriffa geflogen worden meldet die Presse.

Schon schlagen sich einige die Hände auf den Kopf, schreien laut "wie kann man denn nur" und fürchten sich laut und öffentlich, denn lautes und öffentliches Fürchten ist en vogue, dass sich das Virus über die Kanaren ausbreitet. Aber keine Angst, erstens gehört Helfen noch immer zu den tragenden Grundpfeilern einer gesunden Gesellschaft und zweitens ist das Hantavirus deutlich weniger infektiös als das Coronavirus. Das professionell ausgebildete Personal in den speziell für Infektionserkrankungen ausgerüsteten Isolierstationen hat das im Griff.

Aber die Pressemitteilung ist auch aus zweitem Grund reisserisch. Sucht man nämlich bei Flightradar nach der Kennung des Ambulanzjets LX-RHC, dann ist dieser Jet, welcher gestern von Luxembourg wegflog, noch immer auf den Kapverden.

Terra X Film über die Vulkaneruption auf La Palma
Terra X Film über die Vulkaneruption auf La Palma
04-May-26

Der Terra X Film über La Palma, an welchem im Jahr 2024 und 2025 viele Menschen auf der Insel - unter anderen auch ich - mitwirkten, scheint nun an Pfingstsonntag um 19:30 Uhr MEZ (18:30 Uhr La Palma) im ZDF seine Erstausstrahlung zu haben.
Ich plädierte für einen zuversichtliche abschliessenden Eindruck und bin sehr gespannt, was Andreas Sawall, aber auch die neue Redaktorin mit dem Bildmaterial letztendlich gemacht haben.

Reservieren Sie sich den Termin: Pfingstsonntag 24. Mai 2026 um 19:30 MEZ im Zweiten Deutschen Fernsehen.

Comision Ambiental
Comision Ambiental
02-May-26

An der Sitzung der Comision Ambiental am letzten Donnerstag wurde ein erster Entscheid zur touristischen Entwicklung von Gebiet um Puerto Naos gefällt. Die Kommission empfiehlt einen Teil des Landwirtschaftsgeländes, und zwar die Gebiete westlich der Straße von Puerto Naos nach Charco Verde, umzuzonen. Der Entwurf, den ich hier in schlechter Bildqualität angefügt habe, wird nun weiter verfolgt.

La Palma braucht einen weiteren Effort im touristischen Angebot um ein stetigeres Angebot der Direktflüge zu generieren. Doch diese Entwicklung ist ein Balaceakt, einer bei welchem die Politik dem Kapital auch klare Grenzen aufzeigen muss. Da bleibt zu hoffen, dass der Fokus auf den nachhaltigen Tourismus nicht vernachlässigt wird.

Informationen
30-Apr-26

Sitzung der "Comisión Ambiental"
In dieser Woche wird die comisión ambiental darüber entscheiden, ob große Gebiete mit Bananenplantagen bei Puerto Naos von Landwirtschaft auf Tourismus umgezont werden dürfen. Das Land gehört schon zum großen Teil Unternehmer im Hotelbereich. Mehr als 50% gehört Juan Francisco Rosa, einem Hotelier aus Lanzarote. Weiter ist auch die Firma Vihefe S.A. der Familie Morriña Eigentümerin von viel Land. Wird die Umzonung bewilligt, steigt natürlich der Landpreis und es ist fast sicher, dass dann auch weitere Hotels gebaut werden. Wie und in welchem Umfang wird dann entscheidend. Wir sind hier an einem wichtigen Punkt, ob wir den nachhaltigen Tourismus ernst nehmen, oder einfach aufgrund von Lobby und Kapitalgelüsten dem Druck nachgeben und die gleichen Fehler wiederholen, an welchen die anderen Inseln nun leiden.

Pfand auf Getränkebehälter
Spanien hat es versäumt, die Auflagen der EU zu erfüllen und damit 90 % Sammelquote bei Getränkebehältern zu erreichen. Die derzeitige Rücklaufquote liegt bei 40%.
Das heisst, dass nun im Eiltempo ein Pfand eingeführt werden, und dafür gesorgt werden muss, dass entsprechende Infrastruktur zur Rücknahme von Getränkebehöltern installiert werden muss. Deuschland zeigt, dass mit einem Pfand von 25 ct eine Rücklaufquote von 98% erreicht werden kann. Spanien will ab November 2026 mit 10 ct versuchen, die Ziele zu erreichen.
Das Pfand wird auf allen Getränkegebinden bis zu 3 Litern erhoben, also Wasser, Erfrischungsgetränke, Saft und Bier.

Wettervorträge
Wettervorträge
21-Apr-26

Am Freitag 8. Mai findet in Puntagorda ein Vortrag über Meteorologie statt. Dabei werde ich eine Einführung in Meteorologie halten und danach der Präsident des Vereins "Meteo Isla Bonita" Juan Manuel Hernández über Agrometeorologie sprechen und dabei auch wirschaftliche Bewässerungssysteme in der Landwirtschaft vorstellen.

Der Anlass dauert von 16.30 Uhr bis 19 Uhr, findet in der Casa Cultura in Puntagorda statt und ist kostenlos. Vortragssprache ist Spanisch.

Interessiert? Dann bitte gleich über Whatsapp auf 663885728 oder per e-Mail meteoislabonita@gmail.com anmelden.

Effektlos
17-Apr-26

Für die reisenden an diesem Wochenende zeichnet sich eine Entwarnung ab. Der Luftlotsenstreik der Firma SAERCO hat heute auf La Palma keinen Effekt. Auch auf allen weiteren betroffenen Flughäfen wird gemeldet, dass ein sichtbarer Effekt des Streiks ausblieb. Offensichtlich deck der "minimale Service", für welchen das Ministerium für Transporte die vom Streik zu schütztenden Flüge festlegte, gleich alle Flüge. Die Gewerkschaft hat das heute als "Missbrauch" deklariert. Die reisenden indessen schätzen diesen Missbrauch sehr.

Streik der Fluglotsen
16-Apr-26

Bis heute konnten sich die Fluglotsen der privaten Firma SAERCO* offensichtlich nicht einigen und der Streik dieser Fluglotsen wird ab morgen Freitag beginnen. Es wird ein Basis-Service aufrecht erhalten. Ich gehe deshalb davon aus, dass es auf La Palma zu keinen Annullationen, sondern vielleicht eher zu Verspätungen kommen könnte.

Wer ab morgen fliegt, sollte sich auf die Informationen der Fluggesellschaften stützen und wenn sich diese nicht melden, davon ausgehen, dass der Flug normal stattfindet.

* Unterhält auf den Kanaren die Fluglotsen für die Flughäfen La Palma, El Hierro, Gomera, Lanzarote und Fuerteventura.

Vulkanbuch
Vulkanbuch
12-Apr-26

Per Mai - ich habe es schon einmal erwähnt - habe ich den Vertrag über das Vulkanbuch im Format 17 cm * 22 cm mit Hardcover gekündigt. Es kommt eine neue Version mit Paperback in Klappenbroschur über den Konkursbuchverlag von Claudia Gehrke auf den Markt. Das neue Buch hat das Format 14,3 cm * 20,5 cm und, weil kleiner mit 474 mehr Seiten.
Es kostet € 24 und kann ab sofort über diesen Link bestellt werden. Sobald auch Bücher auf La Palma sind, berichte ich hier im Blog wieder.

Wer sich noch eine e-Buch Version sichern möchte, sollte das nun unbedingt tun. Das e-Buch wird bald nicht mehr vertrieben. Es kann im Moment noch bei BoD bestellt und heruntergeladen werden.

--> e-Buch Vulkaneruption

Controller Streik
11-Apr-26

Ab dem 17. April wollen die Controller auf verschiedenen Kanarischen Flughäfen in einen unbefristeten Streik treten. Gewerkschaftsvertreter sagen, der Konflikt habe sich aufgrund von Personalmangel, hoher Arbeitsbelastung und unvorhersehbaren Dienstplänen über mehrere Jahre hinweg zugespitzt.

Auf den Kanaren betrifft der Streik die Flughäfen, welche durch die Firma SAERCO kontrolliert werden. Das sind neben La Palma auch Lanzarote, Fuerteventura, El Hierro und La Gomera.

Falls nicht vorher eine Einigung erziehlt werden kann, ist ein Chaos unvermeidbar, denn am Wochenende ist der touristische Flugverkehr stark.

Puerto Naos
08-Apr-26

Die CO-Überwachung in Puerto Naos geht weiter. Es konnten wieder zwei - und in La Bombilla ein Apartment freigegeben werden. Auch werden in Garagen und Aufzügen weiter Daten gesammelt und damit konnten von 51 Garagen deren 31 und von den Aufzügen von 77 deren 42 zum Benutzen freigegeben werden.

Auch weiterhin stellt ein großes Team der Feuerwehr während 24 Stunden an 7 Tagen sicher, dass Puerto Naos und La Bombilla überwacht und damit sicher bleiben.

Involcan Vorträge
Involcan Vorträge
07-Apr-26

Leider ist die Veranstaltung der INVOLCAN völlig unbemerkt an mir vorbei gegangen. Der erste Informationsabend in der Casa Cultura in Tazacorte war heute, morgen gibt es noch einen zweiten Teil. Der Inhalt sei sehr interessant wurde mir mitgeteilt.

Wasserspeicher
Wasserspeicher
07-Apr-26

Der ergiebige Regen vom Tief Therese hat die Wasserspeicher auf la Palma zu 77 % aufgefüllt. Das ist der höchste Stand seit einigen Jahren. Auch das neue Speicherbecken im Riachuelo welches kürzlich fertiggestellt wurde ist schon deutlich gefüllt. Es erscheint noch nicht auf der Zusammenstellung vom Cabildo Insular.

Heute geht es gleich weiter mit Regen. Mit Nordwind hat uns am Morgen eine schwache Front erreicht. Diese hat im Norden und Nordosten zu Regen geführt. Die regenreichste Region war heute Barlovento mit 37 l/m². Derweil ist es im Valle bewölkt aber ohne Niederschlag.

Vorschriften
02-Apr-26

Das schütteln meines helmlosen Kopfes hat sich ausbezahlt. Das Cabildo hat bemerkt, dass dieses Helmteater nicht ernst genommen wird. Die Bevölkerung hat beim Cabildo nachgefragt, ob es sich bei diesem Blödsinn um einen Scherz handelt. Die Vorschrift ist zum Glück per heute 2. April schon wieder ausser Kraft gesetzt worden.

Die Caldera bleibt aber noch geschlossen und das Cabildo warnt eindringlich, dies auch Ernst zu nehmen. Die Schäden am Wanderweg und die Wahrscheinlichkeit für weitere Steinschläge sind groß.

Auch wird der Verkehr immer noch zweispurig durch den neuen Tunnel geführt. Es wird auf die reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h verwiesen. Letzte Woche gab es einen Unfall mit drei Personenwagen welcher zum Glück nur Blechschäden produzierte.

Neue Vorschriften
Neue Vorschriften
01-Apr-26

Der Regen der vergangenen Woche hat in vielen Gebieten zu Steinschlag geführt. Auch die Caldera de Taburiente ist davon betroffen. Der Wanderweg einer der wichtigsten Wanderungen von La Palma ist nach wie vor gesperrt und es kann länger dauern, bis aufgeräumt ist und die Caldera wieder sicher zugänglich wird.

Die Inselregierung hat nun beschlossen, dass auf dem ganzen bereits wieder eröffneten Wanderwegnetz eine Helmtragepflicht eingeführt wird. Dies Pflicht gilt ab heute generell auf allen in der Webseite senderosdelapalma.es als begehbar bezeichneten Wanderwegen.
Spätestens seit der Pandemie kennen wir die hiesige Lust, Gesetze zu verabschieden, unabhängig davon, ob sie sinnvoll sind oder nicht. So gilt die Helmpflicht unabhängig davon, ob sich ein Wanderweg in steilem Gelände, oder im Flachen befindet. Wir werden also auch im Llano de las Cuevas oder im Bereich Tamanca demnächst Wanderer antreffen die eher nach Höhlenforscher aussehen.

Wie die Touristen nun schnell zu einem Helm kommen können, wurde nicht erläutert. Bis der Handel entsprechende Bergsteigerhelme auf die Insel eingeführt hat, wird der Wanderer wohl auf Baustellenhelme ausweichen müssen. Das Einhalten der neuen Vorschrift wird aber wohl kaum kontrolliert. Wir wissen, dass sowohl die Polizei als auch die Agenten des Medio Ambiente eher im Auto als zu Fuss unterwegs sind.

Ich persönlich schüttle ungläubig den helmlosen Kopf und riskiere im Moment lieber ein Bußgeld als dass ich einen Helm kaufe.

Wochenrückblick
27-Mar-26

Am letzten Samstag schlug der Sturm noch einmal extrem zu, zerstörte einige Infrastruktur auf der Ostseite, so die Zelte der Dinosaurus Ausstellung am alten Flughafen und das Dach der Shell Tankstelle. Therese liess auch keine Landungen am Flughafen zu. Ab Sonntag besserte sich die Situation und am Montag konnte die AEMET Canarias, der Kanarische Ableger des staatlichen meteorologischen Instituts, auf La Palma den internationalen Tag der Meteorologie feiern. Man lud zum Vortrag in das Theatro Chico und zum Apero in ein altes Gebäude der Altstadt ein.
Ab Dienstag drehte das Tief Theresa dann noch einmal einige Runden über den Kanarischen Inseln und führte vor allem auf Gran Canaria zu deutlichen Schäden.
Tief Theresa liess auch La Palma nicht im Stich und zeigte sich mit intensiven Niederschlägen. In vielen Bereichen der Insel war das der niederschlagsreichste März seit mindestens 17 Jahren. Auf dem Reventón über Puntagorda (Traviesa) wurde der Rekord von 474 Liter/m² gemessen.

Die Gefahr von Steinschlägen ist noch nicht gebannt, weshalb der Verkehr im neue Tunnel auch in den nächsten Tagen immer noch in beiden Richtungen geführt wird. Das solange, bis die Strecke zum alten Tunnel überprüft ist und als sicher befunden werden kann.

Das Wetter beruhigt sich nun, kehrt einige Tage zu Passat zurück, um uns gegen Ende März wahrscheinlich Calima zu bringen.

Pünktlich zum Wetterwechsel findet am Wochenende in El Paso der "Reventón Trail" statt. An diesem Lauf werden über 2.000 Sportler teilnehmen.


Tief Theresa
18-Mar-26

Gestern gab es im Valle schon deutliche Niederschläge. In El Paso habe ich 14,5 Liter/m² gemessen und auch in der Nacht auf heute Mittwoch hat es geregnet. Das geht auch heute so weiter, es ist im Westen und Norden immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen.
Die Windrichtung bleibt heute generell Nordwest und die Atmosphäre ist noch leicht stabil geschichtet. Damit sind Probleme am Flughafen noch weitgehend abgewandt.
Morgen Donnerstag erreicht uns dann eine in das Tief Theresa eingelagerte Kaltfront. Diese bringt weitere Niederschläge die zeitweise auch sehr intensiv sein können. Wie sich diese Niederschläge im Gebiet vom Vulkan Tajogaite in Bezug auf Asche und Flußrichtung verhalten, ist noch nicht klar. Meiden sie die Nähe zu Barrancos.
Die Kanarische Regierung hat einige Wetteralarme publiziert. Es wird davor gewarnt, sich in Schluchten oder Bachläufen aufzuhalten, man sollte wenn überhaupt nur Hauptstraßen benutzen und immer einen sicheren Abstand zum Meer einhalten.

Die Front erreicht uns bereits am frühen Morgen und intensiviert sich dann stetig. Am Nachmittag nehmen die Niederschläge leicht ab. 
Für morgen Vormittag habe ich eine Schneefallgrenze von 1.650 m berechnet. Intensive Niederschläge können auch darunter auf den Straßen Graupel hinterlassen.
Die derzeitigen Windprognosen lassen darauf schließen, dass Flugzeuge erhebliche Probleme im Landeanflug haben werden und deshalb Umleitungen oder Flugausfälle auftreten.
Am Freitag dreht die Windrichtung auf Südwest. Die Problematik am Flughafen intensiviert sich noch, denn die Windstärke dreht nicht nur, sie nimmt wieder zu und es erreichen uns weitere zum Teil intensive Niederschläge.
Auch der Samstag und der Sonntag werden sich sehr ähnlich gestalten. Die Windstärke wird erst am Montag spürbar abnehmen. Aber auch am Montag wird es weiter regnen.

Zusammenfassung:
Die nächsten 5 Tage wird das Wetter auf allen Kanarischen Inseln vom Tief Theresa beeinflusst. Die Niederschlagswerte werden Höhen erreichen die wir wahrscheinlich in den letzten 15 Jahren nicht mehr gesehen haben.  Das Meer wird außerordentlich rauh und der Luft- und Schiffverkehr wird beeinträchtigt. Speziell La Palma scheint einige Zeit "incomunicado" also von außen abgeschnitten zu sein. Die Sperrung von Straßen und Stromausfälle sind möglich.

Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Wetter
Wetter
16-Mar-26

Pünktlich hat gestern die Brisa im Valle aufgehört. Sie hat uns weit über eine Woche im Bann gehalten und auch etwas Müde gemacht. Heute ist der versprochene Tag der Ruhe. Das Wetter reorganisiert sich sozusagen, denn aus Passatwind wird nun langsam eine Südwestströmung.

Morgen Dienstag macht sich der Westwind bereits an exponierten Stellen der Insel im Norden und Süden bemerkbar. Mit dieser Strömung kommen auch einige Wolken, diese verdichten sich im Tagesverlauf deutlich und etwas Niederschlag auf der Westseite kann nicht ausgeschlossen werden. Die Windstärke nimmt langsam zu, die Windrichtung fast West was an der Westküste zu einer Nordwestströmung führen wird.

Am Mittwoch erreichen die Windstärken auf dem Roque de los Muchachos bereits 30 bis 40 kn was um die 70 km/h bedeutet. Die Windrichtung noch immer WNW. Immer wieder erreichen uns Regenzellen. Im Bereich Puntagorda scheint es am meisten zu regnen. Regen kann aber auf der ganzen Insel nicht ausgeschlossen werden. Die Wolkenbasis liegt bei 700m, alles was darüber ist liegt in den Wolken.
Am Donnerstag erreicht und eine im Tief eingelagerte Front. Der Morgen beginnnt schon stürmisch, auf der Ostseite können sehr starke Windböen und damit verbundene Schäden auftreten. Die Front kann in einigen Gebieten zu extremen Niederschlägen führen, der Westen ist dabei bevorzugt. Straßen und Wälder sind gefährlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass am Donnerstag auf dem Flughafen gelandet werden kann, ist sehr klein. Gegen Sonnenuntergang ist die Front durchgezogen, die Windstärke nimmt aber nur leicht ab.
Auch der Freitag und Samstag wird regnerisch bleiben.

Im Bild, die vorausgesagte Situation des GFS Modells für den Mittwoch.

Wetter
Wetter
13-Mar-26

Der heute eingetroffene Calima bleibt bis am Sonntag. Für den kommenden Montag kann ich endlich versichern, dass die starke Brisa welche das ganze Valle nun bereits eine Woche nervt aufhört. Der Montag mit schwachen Wind leitet einen Wetterwechsel ein, denn die Windrichtung dreht vom derzeitigen Passat, also Nordostwind auf eine westliche Windströmung. Diese bringt uns ab Dienstag mehr Bewölkung und etwas Niederschlag auf der Westseite der Insel ist schon am Dienstag möglich. Ab Mittwoch der kommenden Woche nimmt dieser Wind deutlich zu, ein deutliches Tiefdruckgebiet das sich nördlich der Kanaren bildet beeinflusst das Wetter für einige Tage.

Bis am Sonntag 22. März hält uns das Tiefdruckwetter im Bann, bringt örtlich starke Windböen und vor allem im Westen immer wieder Niederschläge.

Auch ab Mittwoch muss mit zeitweiligen Beeinträchtigungen am Flughafen gerechnet werden. Die Windrichtung ist entscheidend und einige wenige Grad Veränderung entscheidet dann über Landung oder Durchstart. Zuverlässigere Prognosen dazu sind deshalb erst im Verlauf der nächsten Woche möglich.

In der Grafik die Prognose des GFS-Modells für kommenden Mittwoch.

Entsalzungsanlage
10-Mar-26

Die Entsalzungsanlage "DESALRO 2.0 ® plant"  des Kanarischen Instituts für Technologie, wurde im letzten Jahr in das Guiness Book of Records aufgenommen, weil sie mit dem tiefsten Energieverbrauch punkten konnte. Eine solche Anlage wird nun beim Flughafen von La Palma installiert.

Die DESALRO hat eine Kapazität von bis zu 2.500 m³ Wasser pro Tag und soll pro m³ nur 1.794 kWh an Energie verbrauchen, was ungefähr 20 % unter dem Verbrauch vergleichbarer Anlagen ist.
Das gewonnene Wasser wird mit Wasser aus anderen Brunnen vermischt und für die Landwirtschaft eingesetzt.

Sparmarkt
Sparmarkt
09-Mar-26

Am 14. Oktober 2021 fiel der Sparmarkt in La Laguna den Lavamassen zum Opfer. Nun hat letzte Woche ein neuer, deutlich größerer Sparmarkt, den ehemaligen ersetzt. Der neue Markt befindet sich am Kreisel wo sich die LP-213 von La Laguna nach Los Llanos und die LP-21 von El Paso nach Argual kreuzen.

Im Bild oben der Sparmarkt in La Laguna am 14. Oktober 21, dem letzten Tag seines Bestehens. Ein Tag später war nichts mehr davon zu sehen.

Regen
02-Mar-26

Eine Regenfront befindet sich bereits über Madeira und diese kommt rasch voran. Sie wird La Palma am späteren Montagnachmittag aus Nordwest erreichen. Das führt im Tagesverlauf zu sich verdichtenden Wolken und dann mit zunehmender Windstärke aus Nordwest zu Regenfall hauptsächlich im Norden und Nordwesten, Regen ist aber auch in den tiefer gelegenen Regionen des Valle gut möglich.
Der Nordwind mit zeitweise Niederschlag, hauptsächlich im nördlichen Bereich von La Palma hält bis am Mittwoch an.

Alarmitis
Alarmitis
26-Feb-26

Es fällt dem normalen Bürger zunehmend schwer, sich ob der vielen Wetteralarme noch zurecht zu finden.
Für heute haben wir einen Alarm wegen stürmischen Winden, Regen, dem rauhen Meer und Teneriffa hat noch eine Warnung für Schneefall bis 1.800 m erhalten.

Für La Palma stellt sich die Situation wie folgt dar:

Der Wind weht in allen relevanten Höhen aus Nord bis NNO, die stärksten Windböen sind deshalb im Bereich San Andres und Puntagorda zu erwarten.

Die Wellenrichtung ist indessen Nordwest. Die stärksten Wellen sind deshalb im Westen. Es empfiehlt sich aber überall sehr vorsichtig zu sein. Der Atlantik ist nicht berechenbar und Wellenhöhen können 5 Meter erreichen. Am besten das Spektakel aus sicherer Distanz beobachten!

Der Regen kommt mit dem Wind, das heisst es regnet auch mehrheitlich im Norden.

Schneefall sehe ich indessen in allen Wettermodellen nicht, hier handelt es sich offensichtlich um einen Fehler. Die gebräuchliche Formel zur Berechnung der Schneefallgrenze beinhaltet nicht die Feuchtigkeit und so müsste der Meteorologe halt auch immer noch einen Blick in weitere Karten werfen, was offensichtlich nicht geschah. Ich habe für La Palma heute eine Schneefallgrenze von 2.200 m berechnet. Dort oben hat es heute aber kaum Wolken, nur wenn diese mit dem starken Wind von unten hochgeblasen werden und wenn dann doch etwas Schnee fallen sollte, ist es ein Hauch von nichts.
Das Gleiche gilt für Teneriffa, dort liegt die 0 °C-Linie zwar tiefer, aber es gibt auch nicht viele Wolken in der entsprechenden Höhe.

Auf Teneriffa ist zwar vieles anders als auf La Palma, die Physik aber nicht.

Teneriffa
23-Feb-26

Die Serien von kleinen Erdbebenschwärmen auf Teneriffa hören nicht auf. Schon bei der Eruption auf La Palma sagte ich, dass man bei offiziellen Informationen zwischen den Zeilen lesen muss. Auch wenn sich im Moment die Situation noch deutlich ruhiger als in der Woche vor der Eruption auf La Palma zeigt, sehe ich, dass bei den Pressemitteilungen über die Eruptionswahrscheinlichkeit plötzlich das Wort "mittelfristig" verschwunden ist.

Heute morgen sagte der Direktor der IGN auf den Kanaren, Itahiza Domínguez folgendes:

„Wir hoffen, dass eine Eruption, insbesondere eine basaltische Eruption wie die, die wir auf La Palma erlebt haben, von stark spürbaren Erdbeben und einer viel schnelleren Verformung begleitet wird, was derzeit jedoch nicht der Fall ist. Wir müssen wachsam bleiben, da sich dies ändern kann.“

Im Moment, so höre ich, sind alle Ayuntamientos der Insel, das Cabildo und sein Zivilschutzteam, die IGN und INVOLCAN versammelt, um den Bürgermeistern die Lage zu erklären und die Maßnahmen zu erläutern, die ergriffen werden müssen.

Da scheinen doch ein paar Leute plötzlich etwas unsicher geworden zu sein und vielleicht hat man von der Eruption auf La Palma doch was gelernt



Indianos
Indianos
17-Feb-26

Gestern war es wieder soweit. Es scheint immer so, als ob die ganze Insel La Palma ein Jahr auf den Faschingsmontag, den "Día de Los Indianos" wartet.

Die Ankunft der Hauptfigur des Tages, der "Negra Tomasa", verkörpert durch den 86-jährigen Víctor Lorenzo Díaz, markierte den offiziellen Beginn der bedeutendsten Feierlichkeiten des Karnevals von La Palma.

In etwa 70.000 Personen, inklusive Touristen zweier Kreuzfahrtschiffe, feierten gestern bin tief in die Nacht hinein in Santa Cruz.
Das dabei nie fehlende Talkpulver vermischte sich mit dem bereits vorhandenen Calima und dieser Mix wird wohl in den nächsten Wochen noch zum einen oder anderen Hustenanfall führen.

Hier malt sich also ein 86 jähriger Mann ein schwarzes Gesicht, zieht Frauenkleider an und spielt eine schwarze Putzfrau und Dutzende tun es ihm gleich.

In den meisten Teilen der Welt ein absolut verpöntes "Blackfacing" und wenn man es sich genauer überlegt, kommt der Brauch wirklich durch die Unterdrückung von schwarzen. Die reichen Spanier brachten sich ihre schwarzen Hausarbeiter mit. Aber auf La Palma tut einer gut daran, das Thema nicht anzusprechen und sich einfach am Indianos zu erfreuen, sonst ist er schnell aus sämtlichen Bodegas verbannt.



Foto: Saúl Santos

Film Location Preis
Film Location Preis
17-Feb-26

Seit Jahren bemüht sich die La Palma Film Commission darum, dass Filmproduktionen auch auf La Palma gedreht werden. Das hat neben vielen anderen auch die Netflix Miniserie "La Palma" und eine Episode im "The Witcher" hervorgebracht.

La Palma Kenner wissen es: Die Insel ist ausserordentlich divers. Von sattgrünen Lorbeerwäldern im Nordosten über den Nationalpark Caldera de Taburiente und Pinienwälder bis in den kargeren Süden finden sich unzählige natürliche Plätze von immenser Schönheit.

Das wurde nun auch im Rahmen des internationalen Filmfestspiele in Berlin (Berlinale) erkannt wo La Palma mit dem "2025 Location Award" gewürdigt wurde.

Dieser Preis macht die Insel im Filmbusiness noch bekannter und weitere Filmproduktionen werden indirekt dazu führen, dass La Palma mehr besucht werden wird.

Erdbebenschwarm auf Teneriffa
14-Feb-26

Vor ein paar Tagen sagten die Vulkanologen nach dem "ungewöhnlichen" Signal, dass kurz- und mittelfristig keine Eruption auf Teneriffa zu erwarten sei. Das "mittelfristig" habe ich auf Facebook aufgrund der Erfahrung hier auf La Palma angekreidet. Redlicher wäre einfach keine Zeitangaben zu machen.

Der Vulkanismus auf Teneriffa ist noch komplexer als der auf La Palma, denn dort haben die Vulkanologen zwei verschiedene Systeme zu analysieren. Das System vom Teide - Pico viejo und das Gesamtsystem der Insel.

Der derzeitige, 7. Erdbebenschwarm seit 2016, bewegt aber vor und hinter den Kulissen. Vor den Kulissen sehen wir die Anordnung einer weiteren Übung im Jahr 2026 und zwar in Guía de Isora und Santiago del Teide. Dazu werden alle Bürgermeister am kommenden 19. Februar zu einer Informationssitzung eingeladen.
Man spricht weiterhin von "keinen Anzeichen für eine Eruption". Hinter den Kulissen ist man vielleicht doch etwas nervöser, denn man weiß, dass man damit rechnen muss 60.000 Personen zu evakuieren. Vorausschauende Planung und Üben ist sicher nicht falsch.

Rettung soll kosten
14-Feb-26

Bisher wurden Rettungseinsätze vom Gobierno de Canarias bezahlt. Das soll sich ändern. Im Moment ist ein Gesetz in Arbeit nach welchem Rettungseinsätze aufgrund von Leichtsinn in Rechnung gestellt werden.

Muss jemand bei roter Flagge aus dem Meer gerettet werden, kostet es in Zukunft. Eine Helikopterstunde wird mit rund 2.000 € verrechnet, dazu kommen weitere Personalkosten.

Die meisten solcher Rettungseinsätze werden für Touristen geleistet. Aus diesem Grund arbeitet die Notfallabteilung eng mit dem Tourismusministerium zusammen, um die Kommunikation und die Übermittlung von Warnmeldungen an Besucher zu verbessern.

Wetteralarme
Wetteralarme
13-Feb-26

Wer ihn nicht kennt, der unterschätzt ihn, den Atlantik.
Obschon gestern Strände gesperrt wurden, überall auf den Kanaren die rote Flagge am Strand gehisst wurden, einige Touristen wagen sich immer wieder in die Nähe des Atlantiks. Dessen Wellengang ist aber bei hohem Wellengang kaum berechenbar. Phasen scheinbarer Ruhe lösen sich mit immensen Wellen ab.
So geschehen auch gestern auf La Gomera. Der Mann oben im Bild wähnte sich auf der kleinen Mole sicher bis ihn eine Welle in den Atlantik spülte. Glücklicherweise waren Helfer an Land welche ihn dann mit einem Seil aus dem Wasser retten konnten.

Solcher Leichtsinn bringt auch die Retter in hohe Gefahr. Hier das Video dazu.

Heute geht es gleich weiter mit Wetteralarmen. Zum aufgewühlten Meer gesellt sich nun auch noch Wind. Heute Freitag weht der noch aus nördlichen Richtungen. Morgen Samstag kommt ein harscher Passatwind auf, welcher in El Paso starke Brisa bringen wird. Ich erwarte, dass der starke Föhn sogar bis zum Meer hinunter fallen wird. Erreicht der Wind das Meer, dann beschreiben die älteren Palmeros das mit "La Brisa está embarcanda", die Brisa ist eingeschifft / zugestiegen.
Der starke Wind welcher an den exponierten Stellen im Norden und Süden sowie im Valle spürbar werden wird schwächt sich erst in der Nacht auf Montag ab.

Ein ungewönliches Signal
12-Feb-26

Ein ungewöhnliches Signal auf Teneriffa, eines, das man seit Beginn der seismischen Aufzeichnungen auf den Kanaren noch nicht gesehen hat. So ungefähr war die Wortwahl von Itahiza Domínguez, dem Chef der IGN auf den Kanaren. Das Signal war so ungewöhnlich, dass es in einer eilends einberufenen Situng der PEVOLCA auf Teneriffa am Dienstag besprochen wurde. Schnell wurde in der Presse auch wieder beruhigt. Es gibt keine Anzeichen einer unmittelbar bevorstehenden Eruption.

Es lohnt sich immer, etwas zwischen den Zeilen zu lesen, denn der Begriff "ungewöhnliches Signal" sagt ja, dass man nicht genau weiß, was das war.
Diese Signale entsprachen nicht den klassischen Erdbeben oder seismischen Schwärmen, sondern waren niederfrequentes seismisches Pulsen, das wahrscheinlich mit der  Bewegung von Fluiden in der Tiefe zusammenhängt. Das stärkste Signal ereignete sich am letzten Montagmorgen zwischen 9:45 und 10:30 Uhr und hatte einen fast durchgehenden Charakter für etwa 45-50 Minuten.


Da keine weiteren Indikatoren vorliegen die auf eine unmittelbar bevorstehende Eruption auf Teneriffa schliessen, wählt man den Weg der Beruhigung der Bevölkerung. Das scheint auch richtig zu sein. Nur dürfen wir nicht vergessen, dass die Vorlaufzeit der Eruption des Tajogaite auf La Palma nur 7 Tage war.

Cubo de la Galga
08-Feb-26

Die Parkplatzsituation am Cubo de La Galga, sowie die Verkehrsführung, sollen verbessert werden. Am Freitag wurde vom zuständigen Inselrat, Darwin Rodríguez ein entsprechendes Projekt vorgestellt. Das Bauvorhaben hat einen Voranschlag von € 240.000. In der Pressemitteilung fehlten leider Pläne und auch ein Zeitrahmen wurde noch nicht genannt.

Der Cubo de La Galga mauserte sich in der Zeit, als der Zugang zu Los Tilos nicht möglich war, zum wahren Touristenmagnet. Von Sta. Cruz kommend ist Abbiegen auf die Parkplätze nicht erlaubt, wurde aber vielfach trotzdem gemacht. Das ist aber aufgrund der Lage zwischen zwei Tunnels sehr gefährlich. Die Parkplätze waren fast immer ausgebucht und die Touristen wurden manchmal zurück bis nach San Bartolomé geschickt.
Dort eine Lösung zu implementieren ist äusserst sinnvoll.

Infrastrukturbudget
03-Feb-26

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat das Infrastrukturbudget  verabschiedet. Von den 386 Millionen Euro gehen 299 Millionen in den Straßenbau, 86 Millionen in den Bau und Ausbau von bezahlbarem Wohnraum.

Auch La Palma soll etwas davon abbekommen. Im Budget sind 5,8 Millionen Euro zum Ausbau des "strategischen" Hafens von Tazacorte. Das Geld sei für "Verstärkungen", "Schutz" und "Betrieb" gedacht. Ob das bedeutet, dass die zu kurze Anlegestelle erweitert wird, ist in der Mitteilung nicht ersichtlich. Auf jeden Fall ist das ein guter Batzen Geld für einen Hafen, der im Moment nicht viel mehr nützt, als ein jährliches großes Konzert zu beherbergen und sonst für Rollschuh und Skateboardfahren. Hauptsache "strategisch" das hört sich immer gut an wenn man Investitionen begründen will ohne Details preiszugeben.

Die mit dem Auftrag in Tazacorte betraute Firma Acciona ist eine an der IBEX gelistete Aktiengesellschaft. Mehr als 50 % des Aktienkapitals ist in den Händen der Familie Entrecanales, eine der einflussreichsten Geschäftsdynastien Spaniens mit einem geschätzten Vermögen zwischen 480 und 670 Millionen Euro.

Konzerte
Konzerte
28-Jan-26

Der Konzertchor Neuss ist wieder einmal auf der Insel zu Besuch und sie geben zwei Konzerte mit der Cámara Llanesis. Das Erste am kommenden 1. Februar um 20:15 Uhr in der Iglesia Matriz El Salvador in Sta. Cruz und ein weiteres einen Tag darauf, am 2. Februar um 20:00 Uhr in der Iglesia de la nuestra Señora Bonanza in El Paso.

Enteignungen
27-Jan-26

Die Meldungen in Bezug auf die LP-2 häufen sich. Manchmal sind sie auch widersprüchlich wie die letzter Woche wonach sich der Bau verzögern würde, weil der Untergrund immer noch zu heiss sei und ein Dementi vom Inselpräsidenten, dass die Bauarbeiten in den versprochenen 14 Monaten abgeschlossen sein würden.

Gestern ist nun das Bulletin der geplanten Enteignungen für das Bauwerk publiziert worden.
Es handelt sich um gut 90 ha Land, das entweder für die Straße, oder temporär für die Installation von Baumaschinen und Gerätschaften benutzt werden wird. Die meisten Grundstücke befinden sich auf dem Gemeindegebiet von Los Llanos mit 92 Grundstücken. In El Paso sind nur deren 3 betroffen.

Die Eigentümer haben nun 4 Wochen Zeit um gegen den Entscheid Einspruch zu erheben.

Kündigung
Kündigung
23-Jan-26

Bisher arbeitete ich bei allen Buchprojekten mit Books on Demand in Deutschland zusammen. Diese Firma ist leider noch teurer geworden und auch nicht in der Lage, Bücher über die normale Post nach La Palma zu senden. Sie versenden mit UPS und das bedeutet, dass die Pakete dann von Aman Islas auf Teneriffa nochmal mit € 23 pro Paket bestraft werden, obschon Bücher von der IGIC ausgenommen sind. Höhere Papierpreise und diese Logistikprobleme führten dazu, dass ich nun pro verkauftes Buch in der Buchhandlung einen Euro Verlust schreibe.

Weil ich die Preise nicht weiter in die Höhe treiben will, habe ich den Buchvertrag mit BoD für das Buch "Vulkaneruption auf der Insel La Palma" gekündigt.

In Zukunft arbeite ich für dieses Projekt mit Claudia Gehrke vom Konkursbuchverlag zusammen. Wir werden in diesem Jahr eine neue Auflage mit Paperback auf den Markt bringen.

Auf La Palma sind die letzten Bücher mit Hardcover in den Buchläden verfügbar. Das Buch wird ab Mai auch nicht mehr online verfügbar sein und auch die e-Book Version wird verschwinden.

An der Lesung am kommenden Freitag werde ich in der Casa del Conde noch Bücher bereit haben. Wer sich noch ein Buch der letzen Hardcover Auflage sichern möchte, muss sich rasch entscheiden.

Lesung
Lesung
21-Jan-26

Die Eröffnung vom Cafe del Conde und der Lesung vom 30. Januar im gleichen Haus in Argual treffen sich gut: Nach Musik und Lesungen werden wir uns bei Laly im gleichen Haus noch auf einen Wein treffen.

Ich hoffe auch einige Blog-Leser in Argual begrüssen zu dürfen.

Cafe del Conde
Cafe del Conde
20-Jan-26

Endlich ist es soweit: Laly, welche die Bar Bucanero in Puerto Naos führte, und diese aufgrund hoher CO Konzentrationen im Untergeschoss immer noch nicht eröffnen konnte, hat nun das

Cafe del Conde

in Argual eingerichtet. Sie feiert die Eröffnung am nächsten Donnerstag, 22. Januar ab 17:00 Uhr.
Bis eine Lösung gefunden wird führt Laly das Lokal mit ihrer Tochter. Wenn Laly die Bar in Puerto Naos wieder eröffnen darf kehrt sie dorthin zurück.

Wetteralarm
17-Jan-26

Die Regierung der Kanarischen Inseln teilt mit, dass am Sonntag 00 Uhr ein gelber Wetteralarm für starken Wind, speziell in den Bergen, sowie sehr hohe Wellen im Meer gilt.

Tipp: Meiden Sie vom Wind betroffene Wälder und halten sie sich vom Meer fern. Der Atlantik ist im Winter bei solchen Wetterlagen unberechenbar, sehr hohe Wellen können überraschend auftreten.

LP-2
14-Jan-26

Schon wieder die LP-2 werden einige denken. Es scheint sich fast um mein Lieblingsobjekt hier im Blog zu handeln. Leider lässt uns dieses wichtige Straßenprojekt aber immer noch nicht in Ruhe. Großspurig wurde es angekündigt: Die Bauarbeiten beginnen am 29. Dezember 25. Das war auch so, ein Schaufelbagger war präsent, hat etwas Erde verschoben, es wurde posiert und fotografiert und nun, gut zwei Wochen später nichts, nada. Ein Bagger steht meist rum, an der Straße hat man noch nicht sehenswertes gebaut. Also war das Ganze mal wieder ein Politstunt, man wollte offensichtlich noch den Jahresstempel 2025 für den Beginn reklamieren. Die Fotos sind gemacht, die Bevölkerung verarscht, man kann weitermachen...

Katzenschwanz-Gras
Katzenschwanz-Gras
06-Jan-26

Das sich seit gut 15 Jahren ungebremst ausbreitende "Katzenschwanzgras" oder Afrikanisches Lampenputzergras (Pennisetum setaceum), ursprünglich wahrscheinlich als Ziergras für den Garten importiert, wird man nicht mehr los. Es breitete sich rasch auf der ganzen Insel aus. Ich fand es bis auf Höhen von knapp 800 m. Die Pflanze produziert tausende von Samen die so robust sind, dass sie 7 Jahre überleben können.

Immer wieder organisieren Gruppen deshalb einen Anlass an welchem Gegenden vom Gras befreit werden. Der nächste Ort ist die Montaña Jedey. Am kommenden Samstag, dem 10. Januar führt eine Gruppe dort einen Anlass durch.

Das sind zwar nur Tropfen auf einen heissen Stein, geben aber der autoctonen Pflanzenwelt etwas Zeit sich zu erhalten.

Landbesitzer sollten das Gras auf keinen Fall auf ihrem Grundstück tolerieren. Sind die Pflanzen klein, lassen sie sich mühelos entfernen. Ab einem Durchmesser von 20 cm wird es immer schwerer.

Happy New Year
Happy New Year
31-Dec-25

Frohes neues Jahr.
Möge das Jahr 2026 viele außergewöhnliche Momente wie diesen seltenen blauen Blitz bringen, den ich am 29. Dezember bei Sonnenuntergang auf La Palma fotografieren konnte.


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